„Kunst für Humanismus“ – Ausstellung gegen Rechts

Dresden - Mit der Aktionswoche "Art for Humanism" haben sich Kunstschaffende aus der ganzen Welt gegen die rechte Wende in Kultur und Gesellschaft positioniert. 

Dem Projekt wurden Kunstwerke aus der ganzen Welt gespendet, einen kommerziellen Hintergrund gab es nämlich nicht. Initiiert wurde die Aktionswoche von Lisa Maria Baier, die an der Hochschule für bildende Künste Dresden studiert. Das Projekt stellt sich in eine Reihe politischer Aktionen von HfbK-Studierenden, die mit der Besetzung der Universitätsbibliothek ihren Anfang nahm (Wir berichteten). Unterstützung bekamen sie nun von Seiten der Hochschule und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, welche die aktuell leerstehende Kunsthalle im Lipsiusbau zur Verfügung stellten. Über 200 Einsendungen aus der ganzen Welt brachten den Ausstellungsraum an seine Fassungsgrenzen, aber es wurde bewusst kein Werk abgelehnt. 

Neben den verschiedensten Kunstwerken zogen vor allem die Gastvorträge und Diskussionsrunden viel Publikum an. Mihael Švitek von der TU Dresden setzte sich sprachlich mit dem Begriff "Humanismus" auseinander, Fabian Klinker und Michaela Schnick referierten zu Hatespeech, Meinungsfreiheit und Zensur. Ein besonderes Highlight war der Besuch von Ronny Sommer vom Aktionskunst-Kollektiv "Peng!", der die Gruppe und ihre Aktionen vorstellte, Erfolge und Fehlschläge präsentierte und die Gäste zu eigenen Kunstaktionen ermutigte.

Die Aktionswoche ist nun zwar zu Ende gegangen, allerdings war sie ein solcher Erfolg, dass das Konzept wohl in Zukunft auch in andere Städte "exportiert" würde, so Organisatorin Lisa Maria Baier.