Kunst und Künstler in Dresden – Umzug oder Aus

Seit vier Jahren gibt es für Junge Kunst in Dresden einen Ort: der 7. Stock des Hochhauses an der Ecke Wilsdruffer Straße und Pirnaischer Platz.

Die Künstlergruppe 7. Stock“ veranstaltet dort Diskussionsrunden und arbeitet in Ateliers. Doch damit soll es jetzt vorbei sein. Das Liegenschaftsamt zieht in das Gebäude. Jetzt beginnt die Suche nach neuen Räumen, um das Kunstprojekt zu retten. Das ist derzeit der Alltag für die Künstlergruppe 7. Stock: Gebäude besichtigen und auswerten, ob sie sich als Ateliers und Veranstaltungsraum eignen. Denn Ende April beginnt der Umbau des Hochhauses an der Wilsdruffer Straße, in das demnächst das Liegenschaftsamt ziehen soll. Doch die Suche nach neuen Räumen gestaltet sich schwierig. Die Beschäftigung mit der Kunst tritt da zur Zeit in den Hintergrund. Seit vier Jahren dient der Veranstaltungsraum als Diskussionsplattform, auf der Dresdner und Gäste ihre Arbeit vorstellen. In den darunter gelegenen Ateliers entstehen Bilder und Skulpturen. Die Stadt verlieh der Gruppe vor einem Jahr Ihren mit 5000.- Euro dotierten Förderpreis. Damit finanziert der 7. Stock gerade ein Stipendiatenprogramm: Künstler kommen für einige Wochen nach Dresden, nehmen neue Eindrücke und bereichern die Gruppe durch neue Einflüsse. All das steht auf der Kippe, wenn nicht bald ein neuer Raum gefunden wird. Die Stadt hat als Übergangsquartier die alte Stasi-Zentrale auf der Bautzner Straße vorgeschlagen. Doch neben der ungeklärten Beheizung gibt es noch andere Probleme. Die Kündigung flatterte den Künstlern sehr kurzfristig ins Haus. Denn während für den Veranstaltungsraum eine Kündigungsfrist von drei Monaten gilt, müssen die Ateliers innerhalb von zwei Wochen geräumt werden. Doch auch im Kulturamt auf der Königsstraße ist man um eine gütliche Einigung bemüht. Auch hier wird nach einem Ausweichquartier gesucht. Bisher noch ohne Erfolg. Manfred Wiemer hofft, dass sich bald eine Lösung findet. Denn die Gruppe 7. Stock hat inzwischen Bedeutung in der Kunstszene erlangt. Die Tage der Künstlergruppe im 7. Stock sind gezählt. Aber Dirk Lange ist zuversichtlich, dass es mit der gemeinsamen Arbeit auch danach weitergeht. Die Suche nach neuen Räumen läuft auf Hochtouren. Mit einem neuen Objekt steht und fällt der 7. Stock.

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