Kunstsammlungen Chemnitz geben Zeichnungen zurück

Die Kunstsammlungen Chemnitz trennen sich freiwillig von zwei Grafiken des Künstlers Ernst Ferdinand Oehme (1797-1855).

Ursprünglich stammten die beiden Blätter aus dem Besitz des jüdischen Kunstsammlers Dr. Michael Berolzheimer, der aufgrund der Verfolgung durch die Nationalsozialisten Deutschland 1938 verlassen musste.

Beide Zeichnungen landeten bei einem Münchner Auktionshaus, seit 1942 galten sie als verschollen.

Nach dem 2. Weltkrieg gelangten sie auf undurchsichtigen Wegen in den Besitz der Kunstsammlungen Chemnitz.

Interview: Dr. Ingrid Mössinger, Generaldirektorin Kunstsammlungen Chemnitz

Die Kunstsammlungen wurden durch das „Holocaust Claims Processing Office“ in New York auf die Herkunft der Zeichnungen aufmerksam gemacht.

Dieses hatte eindeutige Nachweise zu den Vorbesitzern erbracht.

Obwohl das Museum aufgrund dem Ablauf von Fristen gesetzlich nicht zur Rückgabe verpflichtet ist, werden die Werke jetzt an die Erben zurückgegeben.

Interview: Dr. Ingrid Mössinger, Generaldirektorin Kunstsammlungen Chemnitz

Die Kunstsammlungen Chemnitz besitzen noch 28 weitere Zeichnungen und ein Gemälde des Dresdner Künstlers Ernst Ferdinand Oehme.

Der Schüler von Caspar David Friedrich gilt als bedeutender Vertreter der deutschen Romantik.