Kunstsammlungen zeigen Mattheuer

Chemnitz – Die Kunstsammlungen Chemnitz begehen den 90. Geburtstag des bekannten Künstlers Wolfgang Mattheuer mit einer Sonderausstellung.

Ab Sonntag sind rund siebzig Druckgrafiken im Museum am Theaterplatz zu sehen.

Dank einer Spende vor 15 Jahren besitzen die Kunstsammlungen das gesamte druckgrafische Werk Wolfgang Mattheuers, das insgesamt 960 Arbeiten umfasst. Für die neue Ausstellung musste deshalb eine repräsentative Auswahl seines Schaffens getroffen werden.

Der 1927 in Reichenbach/Vogtland geborene Mattheuer studierte Grafik in Leipzig und war danach zunächst als Gebrauchsgrafiker tätig. Ab Mitte der 1950er Jahre entwickelte er sich zum einem der wichtigsten Künstler des Landes und gilt als einer der Hauptvertreter der so genannten „Leipziger Schule“.

Der auch im westlichen Ausland anerkannte Mattheuer verarbeitete in seinen Werken Alltagsbeobachtungen und Motive aus Religion und Mythologie – übte aber auch immer wieder mehr oder weniger versteckte Systemkritik. Auch nach der Wende war Wolfgang Mattheuer als ein kritischer Geist bekannt, blieb trotz Experimenten mit verschiedenen Druckarten seiner Formensprache aber stets treu.

Im Jahr 2002 verstarb der Künstler, der auch Gemälde und Plastiken schuf, im Alter von 77 Jahren in Leipzig.

Die Sonderausstellung ist noch bis zum 25. Juni im Museum am Theaterplatz zu erleben.