Kurier in Dresden unterschlägt 5.000 Sendungen

Die Dresdner Polizei wirft dem 28-Jährigen nun die Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses, Unterschlagung, Betrug und Falschbeurkundung vor. +++

Der junge Mann hatte einen sogenannten Ein-Mann-Betrieb gegründet und war als selbständiger Kurier tätig. In diesem Zusammenhang nahm er Aufträge eines Medienvertriebes an, wonach er nachweispflichtige Post und Pakete zustellen sollte. Das Verteilen von Werbesendungen war ebenfalls Bestandteil seines Kurierdienstes.

Ende des vergangenen Jahres verständigte der Medienvertrieb die Dresdner Polizei über Unregelmäßigkeiten bei der Zustellung. Offenbar waren mehrere Einschreiben nicht bei den Empfängern angekommen, waren jedoch als „zugestellt“ erfasst.

Im Zuge des eingeleiteten Ermittlungsverfahrens gegen den 28-Jährigen durchsuchten Beamte die Wohnung des jungen Mannes in Dresden-Schönfeld. Dabei kam Erstaunliches zu Tage. Im Zimmer des jungen Mannes stapelten sich nicht zugestellte Postsendungen und Werbebroschüren. Zahlreiche andere hatte er in seinen Schränken sowie im Keller verstaut. Auch im Auto des
28-Jährigen wurden die Beamten fündig. Im Ganzen stellten die Beamten 30 Kisten sowie 14 Plastiktüten Rand voll mit Post und Werbesendungen sicher. Zwei Fahrzeuge benötigten die Polizisten, um die Masse an Postsendungen zur Dienststelle zu bringen.

Weitere Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei ergaben, dass der Mann zwischen 2006 und 2010 rund 5.000 Zustellaufträgen entgegen genommen und abgerechnet, die Post jedoch nicht zugestellt hatte. Darunter befanden sich normale Briefsendungen, Werbesendungen, Kataloge, Einschreiben sowie rund 500 Postzustellungsaufträge unter anderem von verschiedenen Gerichten. Die Postzustellungsurkunden füllte der 28-Jährige offenbar selber aus und sandte sie an den Absender zurück. Zudem behielt er verschiedene Werbegeschenke, wie zum Bespiel Tassen oder Fahrradhelme für sich.

Quelle: Polizei Dresden

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