Kurzurlaub in Berlin: Die besten Tipps für den Wochenendtrip

Interessante Kultur, ausgefallene Künstler und ein aufregendes Nachtleben: Nicht nur Sachsen, sondern auch Berlin hat einiges in die Richtung zu bieten. Kein Wunder also, dass im vergangenen Jahr rund 7 Millionen Touristen den Weg in die deutsche Hauptstadt fanden. Wer alle wichtigen Sehenswürdigkeiten sehen möchte, braucht mindestens eine Woche in der pulsierenden Großstadt. Doch nicht jeder hat Zeit für einen langen Städtetrip. Wir zeigen euch, wir ihr auch an einem einzigen Wochenende möglichst viel von Berlin mitnehmen könnt.

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Schnell von A nach B: So geht’s!

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Berlin ist groß und weitläufig und hat ein hohes Verkehrsaufkommen. Gerade, wer nur ein Wochenende zur Verfügung hat, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt zu erkunden, möchte verständlicherweise so wenig Zeit wie möglich im Stau oder beim Warten an Haltestellen verlieren. Zum Glück punktet Berlin mit einem besonders dicht strukturierten Verkehrsnetz, das in allen Lebens- und Tageslagen ein schnelles Vorankommen in der Stadt ermöglicht.

Mit der U-Bahn und S-Bahn kommt man schnell von A nach B.

     

U-Bahn, S-Bahn, Busse, Tram, Fähren, Taxis, Car-Sharing – die Optionen in punkto ÖPNV sind vielfältig. Doch wie soll man bei einer so großen Auswahl den Überblick behalten? Und welche Verkehrsmittel bieten sich an, wenn man besonders schnell von A nach B kommen möchte?

Für Touris mit wenig Zeit ist vor allem das Schienennetz zu empfehlen: Es ist unabhängig von der Verkehrslage und die Stationen liegen sehr nah beieinander. Die U-Bahn, die sich auf den innerstädtischen Bereich konzentriert, fährt im 4-Minuten-Takt ab. So kommt man also besonders schnell von A nach B, ohne lange auf die nächste U-Bahn warten zu müssen – und das selbst bei größeren Entfernungen. Selbst eine lange Liste an Sehenswürdigkeiten kann auf diese Weise also innerhalb kürzester Zeit abgehakt werden. Bei kurzen Wegen kann aber auch die Fahrt mit dem Bus angenehm sein. Besonders Expressbusse sind eine zusätzliche schnellere Verbindung, da sie nur an den wichtigsten Haltestellen halten. Eine praktische Zusatzmöglichkeit haben Touris zudem mit der Linie 100, die die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Berlins passiert – ähnlich wie die City-Sightseeing-Busse, nur ohne Erläuterungen – und um einiges günstiger. Auf diese Weise können Touris in nur einer Stunde bereits die wichtigsten Highlights Berlins erkunden. Tipp: Besonders praktisch ist die Berlin Welcome Card, die nur 19,50 Euro für 48 Stunden kostet. Damit können alle öffentlichen Verkehrsmittel genutzt werden und man bekommt zahlreiche Ermäßigungen in Museen und bei Touren.

Übrigens: Wer nur eine sehr begrenzte Zeit in Berlin hat und daher dort schnell vorankommen möchte, sollte natürlich auch darauf achten, in einer möglichst zentral gelegenen Unterkunft zu schlafen. Denn so sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten aufgrund der kurzen Wege besonders gut und schnell zu erreichen. Sportliche Touris können sich dann sogar mit einem gemieteten Rad fortbewegen, was ihnen eine noch größere Flexibilität ermöglicht.

Die Highlights in 60 Minuten: Sightseeing mit dem Bus 100

Die unzähligen Sehenswürdigkeiten Berlins können unmöglich alle an einem Wochenende in Berlin besichtigt werden. Wer alle klassischen Highlights abklappern möchte, für den ist der bereits erwähnte Bus 100 sehr zu empfehlen, denn die Buslinie kommt an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei – und das in nur 60 Minuten. Wer eine Berlin Welcome Card hat, kann den öffentlichen Bus jedoch auch für Hop on/Hop off nutzen und bei den wichtigsten Sehenswürdigkeiten aussteigen und diese besichtigen. Dann dauert die Stadtrundfahrt zwar etwas länger, trotzdem werden in kürzester Zeit alle wichtigen Highlights erkundet. An folgenden Sehenswürdigkeiten kommt die Buslinie vorbei:

  • Alexanderplatz, Fernsehturm und Marienkirche:

Am Alex können Touris sich den Fernsehturm anschauen, der eines der Wahrzeichen Berlins ist. Mit seiner Höhe von 370 Metern ist er ein wahrer Blickfang, von der sich drehenden Restaurantkugel hat man einen tollen Panoramablick über ganz Berlin. Doch auch die berühmte Weltzeituhr und der Brunnen der Völkerfreundschaft auf dem Alex sind sehenswert, genau wie die im 13. Jahrhundert erbaute Marienkirche.

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  • Museumsinsel, Berliner Dom und Schlossplatz:

Auf der Museumsinsel in Mitte befindet sich der Lustgarten, der durch das Alte Museum, den Berliner Dom, die Spree und den Schlossplatz begrenzt wird. Die Besichtigung des Berliner Doms und des Schlossgartens ist besonders für Geschichts- und Architektur-Interessierte ein Muss. Zudem gibt es auf der Museumsinsel reichlich Kultur: Sie wartet neben dem Alten Museum zudem mit dem Pergamonmuseum, dem Bode-Museum, den Neuen Museum und der Alten Nationalgalerie auf.

  • Unter den Linden und Brandenburger Tor:

Der 1647 angelegte, prachtvolle Boulevard „Unter den Linden“ ist ebenfalls sehenswert. Die 100 fährt hier entlang und passiert die Staatsoper, das Deutsche Historische Museum und die Neue Wache. Absolut empfehlenswert ist es natürlich, an der Haltestelle „Unter den Linden“ auszusteigen und sich das Brandenburger Tor anzuschauen, das wohl bekannteste Wahrzeichen Berlins, das für die Einheit Deutschlands steht. Der dort befindliche Pariser Platz gilt als schönster Platz Berlins.

  • Reichstag:
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Nicht weit entfernt befindet sich der Reichstag, der aufgrund seiner gläsernen Kuppel eine beliebte Sehenswürdigkeit ist. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, schon wegen dem tollen Ausblick über das Regierungsviertel und den Plenarsaal des Reichstages.

Die Glaskuppel des Reichstags ermöglicht einen guten Ausblick über Berlin.

    

  • Haus der Kulturen der Welt, Schloss Bellevue und Siegessäule:

Bei der Fahrt durch den Tiergarten passiert man das Haus der Kulturen der Welt, ein beliebtes Veranstaltungs- und Ausstellungshaus. Nicht verpassen sollte man zudem das Schloss Bellevue, das seit 1994 Amtssitz des Bundespräsidenten ist. Die denkmalgeschützte Siegessäule mit der Gold-Else wurde von 1864 bis 1873 erbaut. Wer die 285 Stufen erklimmt, hat einen tollen Ausblick über Berlin.

  • Kurfürstendamm und KaDeWe:

Weiter geht’s Richtung Ku’damm. Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist nicht nur für Geschichtsfreunde sehenswert. Die Ruine der ursprünglichen Kirche, die im 2. Weltkrieg zerstört wurde, ist ein wichtiges Mahnmal gegen den Krieg. Besonders bekannt ist der Ku’damm jedoch für seine tollen Shopping-Möglichkeiten – unter anderem im KaDeWe, das das größte Warenhaus auf dem europäischen Festland ist.

  • Zoologischer Garten:

Die Tour endet an einer der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Berlins. Der Zoologische Garten gilt mit über 1.500 Tierarten als artenreichster Zoo der Welt.

Wenn man diese Bustour gemacht hat, hat man bereits eine ganze Reihe an Sehenswürdigkeiten von seiner Liste abgehakt – und noch eine Menge Zeit für einige Geheimtipps in der Hauptstadt.

Geheimtipps: Berlin abseits der Touristenpfade

Wer in kurzer Zeit so viel Berlin-Flair wie möglich mitnehmen möchte, sollte sich auch abseits der Touristenpfade bewegen und sich nicht nur die klassischen Sehenswürdigkeiten anschauen. Daher sind Geheimtipps von Einheimischen perfekt, um den Berlin-Trip zu etwas ganz Besonderem zu machen.

  • Mauerpark: Flohmarkt und Karaoke

Der Mauerpark ist eine Parkanlage in Berlin. Hier kann man beispielsweise gemütlich etwas trinken. Jeden Sonntag findet hier außerdem von 9 bis 18 Uhr ein großer Flohmarkt statt. Hier können sich Touris wie die Einheimischen auf die Suche nach Schnäppchen und besonderen Schätzen machen.  Es gibt auch handgemachte und selbstgebastelte Produkte zu entdecken. 

Und: Ab 15 Uhr findet hier jeden Sonntag ein Open-Air-Karaoke-Event statt, das Bearpit Karaoke. Hier kann jeder mitmachen – auch Leute ohne besonders Gesangstalent. Nur Mut, wer als Tourist da ist, trifft ja auch nicht unbedingt jemanden, den er kennt. Außerdem gibt es Streetfood-Trucks – oder man probiert unweit vom Mauerpark die beste Currywurst Berlins vom Konnopke’s Imbiss.

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Der Mauerpark ist sowohl bei Einheimischen als auch bei Touris beliebt.

  • Entspannen und schlemmen in einem der zahlreichen Cafés

Wer viel rumläuft, braucht natürlich auch mal kleinere Erholungspausen. Es gibt zahlreiche kleine Cafés, in denen man wunderbar entspannen und schlemmen kann. Zum Beispiel das Rausch Schokoladenhaus, in dem es ganz unterschiedliche Trinkschokoladen und Törtchen gibt. Ganz ausgefallen ist auch die Tadshikische Teestube, wo traditioneller grüner Tee zubereitet wird und man zum Tee Märchen hören kann. Oder wie wäre es mit dem Café „What do you fancy love?“ In diesem hippen Café gibt es lila-grau gestrichene und mit Magazinseiten tapezierte Wände, rustikale Fabriklampen und leckere Bagels und Kuchen. Kaffee, Cocktails und Snacks gibt es im Café Cinema, einem kleinen, charmanten Café mit Filmpostern und gemütlichem Licht.

  • Die Berliner Clubs unsicher machen

Zu einem runden Wochenende gehört natürlich auch, abends auszugehen. In Berlin ist natürlich immer sehr viel los, egal, ob Konzerte oder Partys. Für jeden Musikgeschmack ist etwas dabei. Sehr beliebt sind beispielsweise Clubs wie das Berghain, das Adagio oder die Puro Sky Lounge im Europacenter. Hier haben sogar schon Promis wie Beyoncé und Bruno Mars gefeiert.

Fazit

Selbst, wer nur 48 Stunden hat, kann in Berlin einiges an Eindrücken und Erlebnissen mitnehmen. Das dicht strukturierte Verkehrsnetz ermöglicht es, schnell von A nach B zu kommen. So kann man mit der Linie 100 innerhalb von einer Stunde alle wichtigen Sehenswürdigkeiten Berlins besichtigen – und hat danach noch genug Zeit, die Hauptstadt auch abseits der Touristenpfade zu erkunden.