KWL: Prozessauftakt in London & neue Zahlungsforderungen

Worauf die Stadt Leipzig seit Wochen gewartet hat, ist nun eingetreten. Die letzte Forderung im großen KWL-Skandal ist eingegangen. Die Stadt bleibt weiterhin auf ihrem Kurs und will die 75 Millionen Euro nicht bezahlen. Jetzt wird auch erstmals vor Gericht über den KWL-Skandal verhandelt.

Es war die Landesbank Badenwürttemberg, die jetzt Anspruch auf den letzten Teil der horrenden Gesamtsumme von 290 Millionen Euro an die Kommunalen Wasserwerke Leipzig erhob.

Für die KWL kam diese Forderung nicht überraschend – den Zahlungen nachkommen wird man aber auch weiterhin nicht.

Wie auch bisher ist die KWL davon überzeugt, dass die Verträge nichtig, die Forderungen damit ungerechtfertigt sind.

Interview: Volkmar Müller – KWL-Geschäftsführer

Eine andere Frage muss derzeit am Londoner High Court of Justice – ähnlich einem deutschen Landesgericht – geklärt werden.

Seit Dienstagvormittag wird verhandelt ob London oder Leipzig Austragungsort der Verhandlungen sein wird. Verschiedene Gutachter sollen angehört werden.

Interview: Volkmar Müller – KWL-Geschäftsführer

Bis der Hauptprozess über die Wirksamkeit der Geheimverträge zu einem Ergebnis kommt, werden noch weitere Wochen vergehen.

Erst dann wird sich zeigen, ob die Stadt Leipzig tatsächlich für die Finanzdeals der entlassenen KWL-Geschäftsführer Heininger und Schirmer zur Kasse gebeten wird.