KWL-Skandal: LBBW fordert über 75 Millionen Euro aus illegalen CDO-Geschäften

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) erhebt gegen die Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH Forderungen in Höhe von rund 75,5 Millionen Euro. Damit hat nun auch die letzte Bank, die mit den ehemaligen Geschäftsführern der KWL CDO-Geschäfte abgeschlossen hat, ihre Forderungen an die KWL gerichtet, teilte ein Sprecher der Leipziger Wasserwerke am Montagabend mit.

Bereits in den vergangenen Monaten hatten die UBS AG, London Branche sowie die DEPFA Bank plc Forderungen in einer Gesamthöhe von rund 210 Millionen Euro geltend gemacht.

„Die Forderungen der LBBW sind für uns keine Überraschung und sie ändern auch nichts an der Haltung der KWL“, äußerte sich KWL-Geschäftsführer Rainer Prigge über den Eingang der Zahlungsaufforderungen. „Die zugrunde liegenden Verträge sind aus unserer Sicht nichtig. Folgerichtig wird die KWL auch keine Zahlungen leisten“, sagt der Geschäftsführer der KWL weiter.

Bereits im März hatte die KWL mit Unterstützung ihrer Gesellschafter sowie der Stadt Leipzig Klage gegen die an den CDO-Geschäften beteiligten Banken eingereicht. Ziel der Klage ist es, die Nichtigkeit der Verträge gerichtlich feststellen zu lassen.