KZ-Überlebender wird für sein bewegendes Engagement geehrt

Chemnitz – Zeitzeugenberichte, die unter die Haut und ans Herz gehen – dafür ist Justin Sonder, einer der wenigen Überlebenden des KZ Auschwitz, bekannt.

Die Stadt Chemnitz möchte den 91-Jährigen am Freitag nun auf ganz besondere Weise würdigen. Im Rahmen einer Feierstunde soll ihm die Ehrenbürgerschaft der Stadt verliehen werden.

Was dieser Mann erlebt hat, können sich heute nur noch wenige vorstellen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass noch lebende Zeitzeugen über das Geschehen während der NS-Zeit berichten und die Menschen sensibilisieren, damit wir in Frieden leben können.

Justin Sonder, als einer der wenigen Überlebenden des Vernichtungslagers in Auschwitz, geht mit seinen 91 Jahren regelmäßig in Schulen und berichtet über die unvorstellbaren Dinge, die er erleben musste. Das Schweigen zu brechen, kostete jedoch Überwindung.

Mit seinem Engagement berührte er in den vergangenen Jahren zahlreiche Chemnitzer. Um ihm einen kleinen Teil dessen, was er für die Stadt und ihre Bürger geleistet hat, zurück zu geben, ist im Rahmen der Ehrung am Freitag ein besonderes Programm geplant.

CHEMNITZ FERNSEHEN hatte vor einiger Zeit das Glück, ein ausgeführliches und bewegendes Gespräch mit Justin Sonder führen zu können. Dieses wird am Sonntag ab 18 Uhr noch einmal ausgestrahlt.