L.E. Volleys erkämpfen 3:1 in Rüsselsheim und behalten makellose Bilanz

Mit zwei Punkten im Gepäck und der Fortsetzung einer Serie kehrten die L.E. Volleys am Samstag aus Rüsselsheim zurück. Sie bezwangen vor rund 120 Zuschauern, davon 20 Leipziger Fans, den Kontrahenten damit in der vierten Begegnung zum vierten Mal und sicherten sich gleichzeitig ihren vierten Platz in der Tabelle.

Dabei hatten sich die Rüsselsheimer fest vorgenommen diese Serie zu beenden und Trainer Klaus-Jürgen Weber konstatierte nach dem Spiel nicht zu Unrecht, dass die Chance dazu an diesem Abend größer denn je war. Dies bewies der zweite Satz, mit dem die TG Rüsselsheim zumindest die Serie der 0:3-Niederlagen gegen die Leipziger beendete.

Das Leipziger Spiel, zwar nicht durchweg konstant, überzeugte und beeindruckte vor allem durch seine kämpferische Einstellung und den in allen Phasen des Spieles zu spürenden Teamgeist. Damit konnten die L.E. Volleys die Ausfälle von Libero Paul Geisler und Mittelblocker Andi Klingbeil und den Trainingsausfall einiger angeschlagener Spieler kompensieren. In weiten Teilen knüpften sie gegen die erfahrenen Gastgeber an das konzentrierte Spiel der Vorwoche an. Alle bewährten sich ein ums andere Mal als Universalspieler und vor allem die Abwehr verdiente ihren Namen. Jeder übernahm Verantwortung, wenn auch in einigen Szenen deutlich wurde, dass es dem einen oder anderen an Spritzigkeit und Fitness fehlte und die ungewohnte Aufstellung ohne Libero Abstimmungsprobleme ergab. Nie aufgebend nahmen die L.E. Volleys Rückschläge hin und zur rechten Zeit auch gern mal ein paar Eigenfehler der Rüsselsheimer mit.

Den ersten Satz gewannen die L.E. Volleys knapp mit 25:23. Nach verhaltenem und etwas nervösem Beginn servierten sie wuchtige Aufschläge, allen voran Kapitän Jan Günther. Die sollten sich im weiteren Verlauf des Spiels als ein Garant für den Sieg erweisen. Der zu Beginn erspielte Punktevorsprung reichte bis zum Satzgewinn.

Im zweiten Satz führten die L.E. Volleys schnell mit 8:5. Dann konnten sie das Spiel aber nicht weiter dominieren. Trainer Steffen Busse brachte Alexander Schneider für Lyubomir Velichkov im Zuspiel und Eder Pinheiro für Christian Jende im Angriff. Das gab vorerst einen Bruch im Leipziger Spiel und Rüsselsheim nutzte nun seinerseits die Chance in Führung zu gehen. Zwar konnten die Leipziger im Satzfinale noch einmal ausgleichen doch Rüsselsheim setzte sich durch und sicherte sich mit 25:23 den ersten Satzgewinn überhaupt.

In den dritten Satz starteten die L.E. Volleys konzentriert. Die Angreifer, an der Spitze Erik Wichert als Top Scorer, punkteten sicher und auch der Block um Robert Karl kam zunehmend zum Erfolg. Für lange Spielzüge und starke Abwehrleistungen auf beiden Seiten gab es stehenden Applaus. Die L.E. Volleys gewannen diesen Satz überzeugend mit 25:18.

Zu Beginn des vierten Satzes machten die Leipziger weiter Druck, punkteten mit Assen, Hammerangriffen und Blocks. Nach einer schwächeren Phase war der sicher geglaubte Vorsprung dahin und es wurde beim 23:22 doch noch einmal spannend. Hier half ein wenig noch einmal Rüsselsheim aus und beim 25:22 war der verdiente Auswärtssieg perfekt.

Die L.E. Volleys haben gezeigt, dass sie mit Teamgeist und Kampfeswillen auch in ungewöhnlichen Situationen und gegen erfahrene Gegner bestehen können. Weiter geht es mit Kraft und Selbstvertrauen am nächsten Samstag im ersten Heimspiel der Rückrunde gegen den FT 1844 Freiburg. Anpfiff ist 19.00 Uhr in der Brüderhalle.