L.E. Volleys: Fehlende Konstanz und 6 gegen 7 ergibt 2:3

Die L.E. Volleys verloren am vergangenen Samstag ein hochklassiges Heimspiel gegen Aufsteiger TSV Grafing. Vor rund 375 Zuschauern lieferten sich beide Mannschaften einen leidenschaftlichen Kampf, den begünstigt durch überforderte Schiedsrichter, die Leipziger nach langen 119 Minuten Spielzeit und unter lautem Protest der Zuschauer mit 2:3 verloren.

Angetreten war das Team um Steffen Busse, um dem sensationellen Lauf des Aufsteigers aus Grafing zu stoppen. Verhalten, nervös und ohne den notwendigen Aufschlagsdruck starteten die L.E. Volleys in den ersten Satz, welchen sie folgerichtig mit 20:25 verloren.

Nach dem Wechsel zur alten Stammformation und unter Zuspieler Schneider zeigten die Leipziger ihre Klasse und gewannen Durchgang zwei und drei deutlich mit 25:19 und 25:16. Robert Karl überzeugte mit schnellen Angriffen über Mitte und Eder Pinheiro legte seine Bälle entweder überlegt in den Marktplatz der Grafinger oder donnerte den gegnerischen Block erfolgreich an. Mit diesem Lauf und dieser Spielstärke war der Sieg zum Greifen nahe und ein konsequentes Durchziehen hätte diesen Wohl auch ermöglicht.

Symptomatisch für dieses junge und noch unerfahrene Team glich dann der vierte Satz wieder dem ersten. Steigende Fehlerquote auf eigener Seite, nachlassender Druck im Aufschlag und unnötige Flüchtigkeitsfehler haben die Gastgeber in diesem recht ausgeglichenen Satz einer Führung hinterher laufen lassen. Beim Stand von 22:22 leisteten sich die Volleys einen Aufschlagfehler und eine offensichtliche Fehlentscheidung der Schiedsrichter ließen den Faden reißen. 23:25 ging dieser so wichtige Satz verloren.

Wenn zwei Mannschaften auf Augenhöhe gegeneinander antreten ist der Tiebreak die logische und akzeptable Konsequenz eines Spielverlaufes. Dieser Showdown brachte dem Spiel die entsprechende Würze und die Stimmung in der Halle kochte. Nicht nur wegen hervorragender Spielzüge beider Mannschaften, sondern weil nun endgültig ein unfähiges Schiedsgericht den Spielverlauf störte. Nachdem die L.E. Volleys in der ersten Phase dieses Entscheidungssatzes lange einem 3-Punkte-Rückstand hinterherliefen, schafften sie beim 11:11 den Ausgleich. Ein sich auf der Bank freuender Libero wurde dann ohne vorherige Ermahnung und für alle Anwesenden unverständlich vom Schiedsgericht mit einer gelben Karte bestraft und Grafing erhielt den Strafpunkt. 11:12 aus Leipziger Sicht. Mit viel Moral und Kampfgeist schafften die Leipziger beim 13:13 wieder den Ausgleich, ehe eine erneute Fehlentscheidung Leipzig die Führung versagte. 14:16 das Ergebnis, Satz- und Matchgewinn an Grafing und die Erkenntnis, dass man, löst man die Aufgabe nicht selbst durch sportliche Leistung, durch ein unfähiges Schiedsgericht bestraft wird. Der Verein wird Protest gegen die Bestrafung wegen „zu viel Freude“ und die während des gesamten Spiels inakzeptable Schiedsrichterleistung einlegen.

Am kommenden Samstag müssen die L.E. Volleys erneut gegen einen starken Aufsteiger ans Netz. Anpfiff des Spiels in Durmersheim ist um 19.30 Uhr.