L.E. Volleys: Schwer erkämpfter Sieg sichert 2. Tabellenplatz

Die L.E. Volleys haben sich in ihrem letzten Heimspiel der Saison mit einem Sieg von ihrem Publikum verabschiedet und damit den 2. Tabellenplatz verteidigt.

Mit 3:2 bezwangen sie vor 470 Fans und Zuschauern am Samstagabend den TSV Friedberg in einem teilweise zähen, durchwachsenen Spiel, in dem sie nur streckenweise an schon gezeigte Bestleistungen anknüpfen konnten, aber am Ende Dank des stärkeren Willens verdient gewannen.

In den 1. Satz starteten die Leipziger kompakt und sicher. Zur ersten technischen Auszeit hatten sie sich bereits einen 4-Punktevorsprung erspielt. Mit variablen Aufschlägen setzten sie die Annahme der Gäste unter Druck, punkteten selbst zuverlässig im Angriff und auch der Block steuerte seine Punkte bei. Jeder übernahm Verantwortung. Ab dem 16:13 setzten sich die L.E. Volleys immer weiter ab, bestimmten das Spiel und sicherten sich mit 25:19 den ersten Durchgang.

Im 2. Satz kam Lyubomir Velichkov für Alexander Schneider im Zuspiel. Dieser Durchgang verlief lange ausgeglichen. Bei den L.E. Volleys schlichen sich einige Fehler ins riskante Ausschlagspiel ein. Das Leipziger Spiel wirkte insgesamt etwas weniger sicher, die Annahme wackelte unter den meist sicheren Aufschlägen der Gäste. Trotzdem setzten sich die Volleys nach dem 15:17 im weiteren Verlauf mit einigen zwingenden Aktionen im Block und Angriff durch und entschieden den Satz mit 25:21 verdient für sich.

In der folgenden verlängerten Satzpause ehrten die L.E. Volleys die Teams des im Vorfeld stattgefundenen Sponsorenturniers. Sie bedankten sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in der ablaufenden Saison und hoffen und freuen sich auf eine Fortführung der Partnerschaft.

Dann ging es in den dritten und erhofften letzten Durchgang. Leider kam es anders. Das Spiel begann mit der gleichen Aufstellung wie in Satz 2. Nach anfänglicher Punkteteilung lagen Leipziger dann zur ersten technischen Auszeit drei Punkte zurück. Trainer Steffen Busse brachte Christian Jende für Eder Pinheiro. Im weiteren Verlauf brach das Spiel der Gastgeber jedoch völlig zusammen. Sie ließen in dieser Phase jegliche Dominanz vermissen, Fehler um Fehler auf allen Positionen machten den Gegner stark, der die Gastgeber zum Teil vorführte. Auch der Rückwechsel von Eder Pinheiro und der Wechsel im Zuspiel konnte den bitteren Satzverlust nicht mehr verhindern. 15:25 der unverständliche Endstand.

Im 4. Satz sahen die Zuschauer ein immer mehr kampfbetontes Spiel. Keines der beiden Teams entscheidend absetzen konnte. Lange Ballwechsel boten einen hohen Unterhaltungswert und bezogen das Publikum nun endgültig ins Spiel ein. Die L.E. Volleys feuerten sich immer wieder selbst an, versuchten wieder ihr variables Spiel aufzuziehen, scheiterten jedoch zu häufig an eigenen Unsicherheiten im Spielaufbau. Das rächte sich im Satzfinale. Die entscheidenden Punkte machten die Gäste und glichen mit 25:22 zum 2:2 nach Sätzen aus.

Im entscheidenden Tiebreak setzten die L.E. Volleys die ersten Punkte mit dem Angriff. Die Leipziger wirkten nun wieder sicherer und entschlossen, das Spiel zu gewinnen. Nach dem Seitenwechsel bei 8:6 konnten sie diesen Willen dann auch in zählbaren Erfolg ummünzen. Der Gegner geriet in der Annahme immer mehr unter Druck. Die Leipziger Angreifer, variabel eingesetzt, punkteten von allen Positionen. Nach sieben Punkten in Folge war der TSV Friedberg mit 15:7 niedergerungen und das Spiel verdient mit 3.2 gewonnen.

Die L.E. Volleys haben noch einmal Spannung und Leidenschaft gezeigt. Im Anschluss an das Spiel bedankte sich der Verein und das Bundesligateam bei all den fleißigen Helfern, die diese Volleyballfeste in der Brüderhalle erst möglich gemacht haben. Und Verein und Zuschauer bedankten sich bei ihrer Bundesligamannschaft für eine spannende, mitreißende und erfolgreiche Saison, in der sie wieder beste Werbung für den Spitzenvolleyball in Leipzig gemacht haben.

Am kommenden Samstag geht es für die L.E. Volleys zum letzten Spiel der Saison nach Dachau. Das Team wird wieder gemeinsam mit den Fans im Reisebus anreisen. Es sind noch Plätze frei.