L.E. Volleys: Wiedergutmachung teilweise geglückt

Am vergangenen Samstag hatten die L.E. Volleys im Heimspiel gegen die Youngsters aus Friedrichshafen so einiges wieder gut zu machen.

Das schlechte Abschneiden beim VC Mendig sollte vergessen gemacht werden, was nahezu gelang. Die Sätze 1, 2 und 4 konnten souverän gewonnen werden, lediglich im dritten Satz führte ein Trainerexperiment in der Aufstellung zum Satzverlust.

Schon beim Einspielen merkte man dem Team an, dass die Aussprache vom Anfang der Woche seine Ziele nicht verfehlen würde. Engagiert und kampfeslustig wurden die „Probebälle“ geschlagen und das „Warm-Machen“ glich eher einem „Heiß-Werden“.

Die ersten beiden Sätze sind schnell erzählt. Sie begannen jeweils ausgeglichen und beide Mannschaften tasteten sich ab, ehe die L.E. Volleys um dem zwölften Punkt herum mit hervorragenden Aufschlagserien von Erik Wichert, Alexander Schneider und Robert Karl deutlich davon zogen. Auch in der Feldabwehr brillierte das Leipziger Team mit Paul Geisler und jedem noch so aussichtslosen Ball wurde zur Freude der rund 200 Zuschauer hinterher gegangen, was meist auch mit Punktgewinn belohnt wurde. Eder Pinheiro machte aus fast „allem“ was und legte die Bälle nach Belieben. So deklassierte Leipzig die Youngsters aus Friedrichshafen mit 25:13 und 25:17.

Im dritten Satz brachte Trainer Busse Zuspieler Lyubomir Velichkov für Alexander Schneider und Hannes Höpfner für Erik Wichert, was sich in Kombination gesehen als falsche Entscheidung entpuppte. Auch hier trat nach ausgeglichenem Beginn ab dem zwölften Punkt die Wende ein, nur dieses mal zu Gunsten der Gäste. Trotz einer fulminanten Aufschlagserie von Andi Klingbeil und aggressivem Angriff von Christian Jende ging dieser Satz unnötig mit 22:25 verloren.

Im vierten Satz korrigierte Busse seine Entscheidung und schickte seine Start-Sechs aus den ersten beiden Sätzen wieder auf’s Feld, was sich schnell in einer deutlichen 14:5-Führung auszahlte. Zwar schmolz dieser Vorsprung nach und nach wieder ein wenig zusammen, aber dennoch konnten die Volleys den Satz und somit das Spiel nachkurzen 87 Minuten mit 25:20 gewinnen.

Damit kletterten die L.E. Volleys kurz vor der Winterpause wieder auf den dritten Platz. Sollte kommenden Sonntag gegen den ASV Dachau ein Sieg mit maximal einem Satzverlust gelingen, ist sogar der zweite Platz drin und Leipzig wäre seinem „Trauma-Gegner“ VC Mendig von vergangener Woche wieder nah an den Fersen, wenn es um die Tabellenführung geht. Wie gesagt, wenn, denn Mendig verlor am vergangenen Samstag eben genau gegen Dachau. Ein ausgemachtes Spiel wird es daher nicht sein. Anpfiff der Partie in der Brüderhalle ist am ungewohnten Sonntagnachmittag um 15.00 Uhr.