LACUFA-Gelände: belasteter Boden wird ausgetauscht

Leipzig - Nach Monaten des Stillstands läuft nun die Sanierung des ehemaligen LACUFA-Lösungesmittel-Tanklagers in Mölkau. Das Gelände diente dem Umschlag von Lacken und Farben. Der Boden ist belastet wird ausgetauscht.

Der Boden mit Schadstoffen kontaminiert, das Grundwasser belastet. Damit soll in Zukunft Schluss sein. Nach Monaten des Stillstands läuft seit Juli die Sanierung des ehemaligen LACUFA-Lösungesmittel-Tanklagers in Mölkau. Das Gelände diente Jahrzente lang dem Umschlag von Lacken und Farben, die in Tanks im Erdreich zwischengelagert waren, erklärt Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal.

"Ich freue mich, dass die Sanierung nun endlich begonnen hat und damit eine lange bestehende Gefahrensituation entschärft wird."

Obwohl sich vor allem Gesundheits- und umweltgefährdende Kohlenwasserstoffe in Boden und Wasser befinden, geht laut Rosenthal keine Gefahr für Anwohner und zukünftige Nutzer des Geländes aus.

Aktuell werden die letzten Tanks aus dem Boden geholt. Anschließend wird der umliegende Boden auf einer Fläche von 550 Quadratmetern entfernt - und zwar bis zu einer Tiefe von fünf Metern. So sollen rund 80 Prozent des mit Schadstoffen belasteten Bodens entfernt werden.

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Nach Abschluss der Arbeiten wird das Gelände fünf Jahre lang überwacht und in dieser Zeit immer wieder regelmäßig kontrolliert. Sollten die Werte dann nicht den Vorgaben entsprechen, gibt es mehrere Möglichkeiten, erklärt Detlef Streit vom zuständigen Ingenieursbüro Ashauer und Partner.

"Entweder muss das Grundwasser noch einmal gereinigt werden, die Untersuchungen werden ausgedehnt oder - im günstigsten Fall - könnte die Überwachung auch komplett eingestellt werden."

Das sei dann der Fall, falls nachgewiesen "wird, dass die vorhandenen Reststoffe sich noch auf natürlichem Weg abbauen", so Streit.

Die Bauarbeiten sollen im Dezember abgeschlossen sein. Laut Stadt liegen die Gesamtkosten bei rund 2 Millionen Euro. 80 Prozent davon werden vom Freistaat übernommen.