Ländlicher Raum weiter im Fokus sächsischer Politik

Investitionen in Schulen sollen ein neuer Schwerpunkt bei der Förderung des ländlichen Raums werden. Über diesen Beschluss der Staatsregierung informierte Donnerstagvormittag der Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft bei seiner Fachregierungserklärung im Sächsischen Landtag.

„Bildung hat für uns einen hohen Stellenwert. Moderne Schulen mit hohem energetischem Standard schonen nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gemeindekassen. Darüber hinaus sorgen sie für Spaß am Lernen und sichern damit einen gut ausgebildeten Berufsnachwuchs“, so Minister Kupfer.

Sachsen werde deshalb bei der EU eine entsprechende Erweiterung der Förderrichtlinie „Integrierte Ländliche Entwicklung“ (ILE) beantragen, hieß es aus Dresden. Den Regionen soll es danach möglich werden, aus Mitteln der ILE auch die Sanierung von Schulen und der zugehörigen Turnhallen zu finanzieren.

Sachsen setze bei seiner Politik auch weiter auf einen lebendigen, lebenswerten ländlichen Raum, unterstrich der Minister bei seiner Halbzeitbilanz der Förderperiode. „Trotz mancher Einschränkungen gegenüber dem Leben in der Stadt – die Menschen sollen sich auch weiterhin in Dörfern und kleinen Städten wohl fühlen. Die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse ist und bleibt Ziel sächsischer Politik“.

Kupfer rief die Kommunen auf, bis zum Ende der laufenden Förderperiode die vorhandenen Mittel rege zu nutzen. „Insgesamt 411 Millionen Euro hat der Freistaat den Regionen als Budget zur Verfügung gestellt. Wir werden diesen Betrag mit Umschichtungen aus anderen Bereichen noch erhöhen“. Bisher seien schon 3.000 Projekte bewilligt und damit 39 Prozent der Mittel gebunden, mehr als 90 Prozent davon für Investitionen.