Längere Fahrtzeiten bei der Deutschen Bahn

Aufgrund fehlerhafter Neigetechnik brauchen Züge der Deutschen Bahn eine längere Fahrtzeit.

Die Uhren sind schon auf Winterzeit umgestellt. Nun ziehen LVB und die Deutschen Bahn nach und führen ihre Winterfahrpläne ein. Aber Kunden müssen sich nicht nur auf veränderte Abfahrzeiten einrichten, sondern auch wieder tiefer in die Tasche greifen.

Noch hängen die alten Fahrpläne auf dem Bahnsteig. Schon ab Sonntag wird sich da aber einiges ändern. Zum Wechsel auf den Winterfahrplan müssen Reisende der Deutschen Bahn längere Fahrten mit weniger Haltestellen in Kauf nehmen. Grund dafür ist unter anderem die fehlerhafte Neigetechnik bei den 612er-Triebwagen.

Um nicht zu wackeln, müssen die Züge langsamer fahren. Dadurch entstehen Fahrzeitverlängerungen bis zu 20 Minuten. Betroffen davon ist unter anderem die Linie RE6 Chemnitz – Leipzig. Um die Fahrzeitverlängerung etwas zu verkürzen, kann die Bahn umgeleitet werden – dabei entfällt der Halt Bad Lausick.

Und auch bei den Preisen erwarten die Kunden der Deutschen Bahn wenig gute Nachrichten. Durchschnittlich 1,8 Prozent mehr darf in Zukunft für Fahrkarten für Fernzüge und im Regionalverkehr außerhalb der Verkehrsverbünde bezahlt werden. Die Änderungen rufen bei den Bahnkunden Ärger hervor

Umfrage 

Auch in Leipzig stehen bei der LVB Veränderungen an. Vor allem die Buslinien sind betroffen.
Da die Parthebrücke in Thekla das Gewicht der Busse nicht trägt, müssen an dieser Stelle alle Linien unterbrochen werden.

Interview: Matthias Lietze – Centerleiter Verkehrsorganisation LVB

Eine Lösung soll im 1. Halbjahr 2010 gefunden werden. Die Idee ist, die Busse die Straßenbahnbrücke mit benutzen zu lassen. Weitere Änderungen betreffen auch die Bereiche Taucha und Borsdorf.

Alle weiteren Informationen können auf der Internetseite der LVB nachgelesen werden.