Lärmbelästigung durch Erzgebirgsbasistunnel

Dresden - Dass Redebedarf herrscht, ist am Donnerstag deutlich geworden. der Dresdner Landtagsabgeordnete Lars Rohwer (CDU) und Mike Flügel, Mitarbeiter der DB Netz AG, luden zur Podiumsdiskussion ein. Der Einladung waren viele Bürger gefolgt, die sich derzeit um den anwachsenden Lärm an Bahnstrecken sorgen. Um die Gemüter nicht weiter hochkochen zu lassen, befand sich Thomas Luck im Raum. Mit seiner neu gegründeten Bürgerinitiative möchte er zwischen Politik und Alltagserfahrungen vermitteln. Schnell wird ersichtlich, dass besonders der geplante Erzgebirgsbasistunnel die Gemüter erhitzt. Rohwer zeigt sich diplomatisch.

Nachdem die EU-Kommission beschlossen hat, dass alle europäischen Hauptstädte im Schienennetz verbunden werden sollen, war klar, dass die Strecke Prag - Berlin nur über Dresden führen kann. Zum einen soll durch den Bau die Geräuschkulisse im Elbsandsteingebirge verringert werden, zum anderen müssen notwendigerweise mehr Netzkapazitäten geschaffen werden, so Flügel.

Vielen anwesenden Bürgern an diesem Abend stößt das Vorhaben jedoch bitter auf. Die Entlastung auf Seiten des Elbtals geht auf Kosten der Lärmkulisse in Dresden, so die Vermutung. Die Bahn stellt für das Vorhaben die Strecke zur Verfügung, betont aber, dass die Fahrtgeschwindigkeitsbegrenzung von der Politik geregelt werden muss.

Ab 2020 soll eine Schallgrenze von 75 Dezibel eingehalten werden, so die Regierung. Netzzugangsbedingungen gibt es jedoch bereits jetzt.

Anwohner Thomas Luck fördert Transparenz im Thema Bahnlärm, ob nun für den Elbbasistunnel oder im Allgemeinen. Aus diesem Grund gründete er eine Bürgerinitiative. Das Thema "Bahnlärm" kristallisiert sich als Wahlthema hervor. Zumindest wenn es nach den Bürgeranliegen geht.