Lärmmessung auf Frankenberger Straße

Dank dem Konjunkturpaket II soll es auf den Straßen in Chemnitz leiser werden und das bei gleichbleibendem Verkehr.

Sogenannter Flüsterasphalt soll das bewirken. Einige Straßenabschnitte sind bereits damit saniert worden, andere stehen noch aus. So wie die Frankenberger Straße, an der gestern eine Lärmmessung die Geräuschkulisse auf normalem Asphalt zeigte.

Während die einen die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Autos messen, wird auf der anderen Seite der Straße der Geräuschpegel der Fahrzeuge aufgenommen. Doch während jeder Autofahrer seine Geschwindigkeit selbst regulieren kann, ist das beim Geräuschpegel schon schwieriger.

Gerade bei stark befahrenen Straßen in der Stadt liegt der, bei bisher herkömmlichen Asphalt, nicht selten bei mehr als 65 dB(A). Besonders für Anwohner auf Dauer störend und nicht zuletzt auch gesundheitsschädigend. Deshalb haben Städte und Gemeinden nach einem EU-Beschluss aus dem Jahr 2002 den Umgebungslärm zu kartieren, wie in Chemnitz im Jahr 2007 geschehen.

Daraufhin wurde von der Stadt ein Lärmaktionsplan entworfen, der auch besonders laute Straßenabschnitte mit dem Aufbringen von Flüsterasphalt beinhaltet. Vorher-Nachher-Messungen des Geräuschpegels wie hier sollen dabei den hörbaren Unterschied zwischen normalem und Flüsterasphalt aufzeigen.

Interview: Lothar Förster – Ingenierbüro für Lärmschutz Förster & Wolgast

Ab 3 dB(A) ist ein Unterschied für den Menschen hörbar, das heißt, dass der Flüsterasphalt tatsächlich eine Lärmminderung bringen würde. Chemnitz ist mit dem Einsatz dieses Flüsterasphaltes in Testphase Vorreiter in ganz Sachsen. Insgesamt vier Straßenabschnitte sind dank der Mittel aus dem Konjunkturpaket II bereits mit diesem Asphalt gemacht worden.

Interview: Bernd Gregorzyk – Leiter Tiefbauamt Chemnitz

Und so sieht er aus, der Flüsterasphalt, der in den Städten zum Einsatz kommen soll. Besonders auf stak befahrenen Straßen mindert er den Lärm. Später soll er nicht nur in Chemnitz, sondern auch in anderen Städten in Sachsen zum Einsatz kommen.

Interview: Bernd Gregorzyk – Leiter Tiefbauamt Chemnitz

Vorgeschrieben ist der Einsatz von Flüsteraphalt auf den Straßen jedoch nicht, daher kann jede Stadt und Kommune selbst über den Einsatz bestimmen. Am Beispiel von Chemnitz stehen die Gelder aus dem Konjunkturpaket II für insgesamt sechs Straßenabschnitte zur Verfügung. Danach muss im Rahmen des eigenen Haushaltes weitergemacht werden.

Ob das der Fall ist werden nicht zuletzt auch die Vorher-Nachher-Lärmmessungen zeigen. Doch wenn sich der Flüsterasphalt auf den Straßen von Chemnitz bewährt, dann könnte es schon bald auch auf den Straßen in anderen Großstädten ruhiger werden.

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