Lärmschutz an der Riebeckbrücke gefordert

Stadtverwaltung gegen Erweiterung der Tempo-30-Zone. Grünen-Antrag soll am Mittwoch im Stadtrat diskutiert werden. +++

Es gibt in Leipzig viele Straßen, die uns lärmenderweise auf die Nerven gehen. Der Ring z.B. oder die Georg Schumann Straße. Aber eine schießt den Vogel geradezu ab. Die Rede ist von der Riebeckstraße, vor allem der Riebeckbrücke. Die Trasse, die die Stadtteile Reundnitz-Thonberg und Anger-Crottendorf voneinander trennt, besticht durch mehrere Pflasterarten, ausgemergelte Schienen sowie durch zahlreiche Schlaglöcher und Flicken, und ist deshalb nicht nur kreuzgefährlich für Fahrradfahrer sondern vor allem laut. Und das Schlimmste für die Anwohner: Der Lärm steigt sozusagen auf, weil die Brücke natürlich erhöht ist. 

Dabei könnte man doch eigentlich schnelle Abhilfe schaffen. Die Grünen schlugen unter anderem die Tempo 30 Zone auszuweiten, bisher gilt sie nur auf der Brückenspitze. Aber auch die Reduzierung der Fahrbahn auf eine Fahrspur pro Richtung könnte laut helfen, so Grünen Stadtbezirksrat-Ost Stephan Stach. Ein weiteres Anliegen der Grünen sind Fahrradsstreifen. Diese könnten am Rand der Straße einfach auf das bestehende Pflaster asphaltiert werden. Ein Antrag mit diesen Ideen soll am Mittwoch im Stadtrat diskutiert werden. Die Verwaltung lehnt die Vorschläge allerdings bisher ab.
Trotzdem besteht für die Anwohner, die sich schon mit Unterschriften gegen den Lärm gewehrt haben, noch Hoffnung. Schließlich kommt es am Mittwoch auf die Mehrheit im Stadtrat an. Und einige Stadträte aus anderen Fraktionen haben den Grünen teilweise schon Grünes Licht gegeben.