Landesbauernverband: „Trockenheit, Corona und Schweinepest“

Sachsen - Trockenheit, Corona und Schweinepest. Der Sächsische Landesbauernverband zieht im Gespräch mit Juliane Wirthwein eine Bilanz zum Jahr 2020 und gibt eine Ausschau auf das kommende Jahr.

Die heimische Landwirtschaft muss sich verstärkt globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Forderungen nach mehr Natur- und Umweltschutz oder auch höheren Tierwohlstandards bei zunehmendem Verlust der internationalen Wettbewerbsfähigkeit insbesondere durch enorme Preisschwankungen stellen. In diesem Jahr kam die Corona-Pandemie erschwerend hinzu und trug nicht unwesentlich zur Verunsicherung des Berufstandes bei. Doch gerade in Krisenzeiten denken wieder mehr Menschen über Werte und das eigentlich Kostbare im Leben nach. In diesem Zusammenhang hat eine vom DBV beauftragte Studie, insbesondere deren Ergebnisse, sehr überrascht. Hier wurden Verbraucher und Landwirte gefragt, ob Corona ein Wendepunkt für die heimische Landwirtschaft darstellt und welche Rolle der Landwirt in der künftigen Nach-Corona-Zeit einnehmen soll. Dabei fiel weniger die Wahrnehmung zur Versorgungssicherheit, zur Bewahrung der Schöpfung oder als regionaler Identitätsstifter ins Gewicht, sondern die meisten Befragten sprachen sich dafür aus, dass der moderne Landwirt die Rolle eines Zukunftsgestalters – eines „Zukunfts-Bauers“ – übernehmen sollte. Dieses neue, von großer Mehrheit getragene Rollenverständnis gibt uns Landwirten die Chance, neben der traditionellen Urproduktion, neue Märkte für das Gemeinwohl, unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit, zu gewinnen, die aktive Rolle eines Zukunftsgestalters einzunehmen und selbstbewusst gesellschaftliche Erwartungen zu erfüllen.“ Torsten Krawczyk, Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes e. V.