Landesbedienstete fordern Tarifvertrag zur Altersteilzeit

“Vorzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben vermeidet, dass man irgendwann gar nicht mehr kann,“ erklärt Thomas Voß, Landesbezirksleiter von ver.di. Ihre Meinung unter www.dresden-fernsehen.de +++

  Mehr als 300 Beschäftigte im Landesdienst des Freistaates Sachsen versammelten sich am Mittwoch vor dem Finanzministerium, um ihre Forderung zum Abschluss eines Tarifvertrages zur Altersteilzeit zu bekräftigen.

  Finanzminister Unland, einer der Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft der Länder, hat im März 2011 dafür votiert, Regelungen zur Altersteilzeit in den jeweiligen Bundesländern zu verhandeln.

  Genau das fordern die Beschäftigten jetzt ein. Der Landesbezirksleiter von ver.di, Thomas Voß, vermutet hinter der Verweigerungshaltung des Finanzministers fehlendes Problembewusstsein. Offensichtlich möchte Herr Unland nicht wahrhaben, das viele Beschäftigte darauf drängen, ihr aktives Berufsleben zu verkürzen.

  „Vorzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben vermeidet, dass man irgendwann gar nicht mehr kann. Die Belastungen sind in den letzten Jahren immer höher geworden“, stellt Voß klar.

  „Und der Nachwuchs braucht eine Chance. Wo immer mehr Stellen gestrichen werden, verschiebt das die Alterspyramide in immer höhere Regionen. Der öffentliche Dienst bietet jungen Menschen in Sachsen keine Perspektive mehr – zugleich leidet er zunehmend an Fachkräftemangel“, so Voß weiter.

Quelle: ver.di Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar