Landesbühnen Sachsen erhalten Sächsischen Tanzpreis

Der erstmals ausgelobte „Ursula-Cain-Preis – Der Sächsische Tanzpreis“ geht an die Produktion „Brel“ der Landesbühnen Sachsen. Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert. Beworben hatten sich 13 Tanzeinrichtungen im Freistaat. +++

Die mit 10 000 Euro dotierte Ehrung wurde am Mittwochabend bei einer Festveranstaltung im Leipziger Museum der Bildenden Künste von Uwe Gaul, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Kunst, an die Gewinner überreicht. Beteiligt hatten sich 13 von 16 vorschlagsberechtigten Tanzeinrichtungen im Freistaat. Eine hochkarätig besetzte Jury hatte alle Produktionen gesichtet und fünf für die engere Auswahl nominiert. Daraus ging „Brel“ als Sieger hervor.

Im Jurytext heißt es zur Begründung: „Der Choreograf Carlos Matos erzählt in seiner Hommage an den Chansonnier Jaques Brel vom Leben als Tanz. Er vermeidet die bloße Illustration des Gesungenen, übersetzt die beißende Gesellschaftskritik und die gewaltigen Gefühlsausbrüche der Brel’schen Chansons in berührende, manchmal sentimentale Bilder. In Matos zeitgenössischen Bewegungsstil mischen sich Elemente unterschiedlicher moderner Tanzsprachen mit akrobatischen Einwürfen. Dennoch entsteht hieraus ein eigenständiger Bewegungsstil, den eine unbändige Energie anzutreiben scheint.“

„Die erstmalige Verleihung des Ursula-Cain-Preises dient  als Musterbeispiel dafür, wie Verwaltung, Kunstszene und Wirtschaft erfolgreich zusammenarbeiten  können. Der Preis ist bundesweit einmalig, weil er sich an verschiedene Produktionsformen sowohl in Stadttheatern als auch in der freien Tanzszene richtet“, lobt Uwe Gaul, Staatssekretär im Kunstministerium. „Mit dem Preis soll an die lange Tradition Sachsens als Wiege des Ausdruckstanzes angeknüpft werden. Für die Tradition stehen so berühmte Namen wie Emile Jaques-Dalcroze, Gret Palucca und Mary Wigman. Uns war und ist es ein Anliegen, an diese Einflüsse zu erinnern, sie an der Gegenwart zu spiegeln und so für die Zukunft stimulierende Impulse zu setzen“, sagt Uwe Gaul und ergänzt: „Ich danke dem LOFFT für die Ausrichtung des Sächsischen Tanzpreises und der Sparkassen-Versicherung Sachsen für ihr großzügiges Sponsoring.“

Der Tanzpreis wird von durch das Sponsoring der Sparkassen-Versicherung Sachsen unterstützt und vom Leipziger Theater LOFFT ausgerichtet. Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange ist Schirmherrin des Sächsischen Tanzpreises.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst