Landesdirektion will Flüchtlinge in Sporthallen der TU unterbringen

Ab dem kommenden Wochen­ende werden Asylbewerber vorübergehend in zwei Sporthallen der TU Dresden an der Nöthnitzer Straße untergebracht. Bis zu 600 Asylbewerber sollen in der Notunterkunft ein Quartier erhalten. +++

Gegenwärtig werden am Unterbringungsort die erforderliche soziale und medizini­sche Betreuung, der Wachdienst sowie die Verpflegung für neu ankom­mende Asylbewerber vorbereitet.

Hintergrund der erweiterten Notunterbringung in Dresden ist der unverändert hohe Zustrom von Asylbewerbern nach Sachsen. Die augenblicklich verfügba­ren Kapazitäten der Erstaufnahmeeinrichtung sind bereits im Grenzbereich strapaziert und für das bevorstehende Wochenende ist erneut mit dem Eintref­fen von mehreren hundert neuen Asylbewerbern zu rechnen. Zur Vermei­dung von Obdachlosigkeit nimmt die Landesdirektion Sachsen daher die kurzfristig verfügbaren Unterbringungsmöglichkeiten im Sportkomplex der Technischen Universität Dresden in Anspruch.

Im ersten Halbjahr 2015 hat der Freistaat Sachsen bereits 10.500 Asylbewer­ber neu aufgenommen, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 3800. In den letzten Wochen hat sich die Dynamik des Zugangs noch einmal deut­lich erhöht. Bis einschließlich 29. Juli sind allein im laufenden Monat mehr als 3.700 neue Asylbewerber nach Sachsen gekommen. Die Erstaufnahmeeinrich­tung ist derzeit mit über 4.600 Asylbewerbern belegt.

Quelle: Landesdirektion Sachsen