Landeshochwasserzentrum informiert: Erneuter Pegelanstieg erwartet

Für alle sächsischen Flussgebiete bestehen weiterhin Hochwasserwarnungen. Infolge der gefallenen Niederschläge ist es seit den frühen Donnerstagmorgenstunden in den meisten sächsischen Fließgewässern erneut zu Wasserstandsanstiegen gekommen.

Vielerorts liegen die Wasserstände wieder oberhalb der Hochwassermeldegrenzen, zum Teil auch im Bereich der Alarmstufe 2. Das Tauwetter in Verbindung mit Regenniederschlägen wird die Wasserstände weiter ansteigen lassen.

Da der Schneeschmelzprozess von einer Vielzahl von Faktoren abhängig ist, insbesondere von der Entwicklung und dem zeitlichen Verlauf der Lufttemperatur sowie der Intensität und der regionalen Verteilung des Regenniederschlages, ist eine genaue Vorhersage der abflusswirksamen Abtaumenge nicht möglich.

Aus jetziger Sicht wird eingeschätzt, dass an weiteren Hochwassermeldepegeln, vor allem mit Einzugsgebieten in höheren Lagen, verbreitet die Richtwerte der Alarmstufe 1, teilweise auch die der Alarmstufe 2 und 3 überschritten werden können. Da sich die Wasserführung allgemein auf hohem Niveau befindet, sind bei Auftreten von ergiebigen Niederschlägen auch in den Einzugsgebieten der unteren Höhenlagen Wasserstandsanstiege bis in den Bereich der Alarmstufe 1, vereinzelt bis Alarmstufe 2, möglich.

Besonders zu beachten ist, dass Flusspegel, die durch vorübergehend nachlassenden Regen stagnieren oder leicht fallen, schnell wieder ansteigen können.

Flussgebiet Weiße Elster:
Zur Entlastung und damit Vorhaltung eines maximalen Hochwasserrückhalteraums erfolgt nach wie vor eine erhöhte Abgabe an den Talsperren Pirk und Pöhl. Deshalb bewegen sich die Wasserstände an den Pegeln  Magwitz, Straßberg und Elsterberg alle im Bereich der Alarmstufe 1.