Landeskartellbehörde leitet Missbrauchsverfahren ein

Erstmals seit ihrem Bestehen hat die sächsische Landeskartellbehörde förmliche Missbrauchsverfahren eingeleitet.

Unter Verdacht, ihre marktbeherrschende Stellung für eine missbräuchliche Preisgestaltung auszunutzen, stehen vier sächsische Gasversorger. Wirtschafts- und Arbeitsminister Thomas Jurk dazu: „Die Landeskartellbehörde schöpft damit alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel aus, um die Verbraucher vor überhöhten Preisen zu schützen.“ Bei der kartellrechtlichen Überprüfung der Gaspreise aller 40 sächsischen Versorgungsunternehmen zum Stichtag 1. August hatte die Landeskartellbehörde insgesamt neun „Ausreißer“ festgestellt, deren Preise zum Teil erheblich über dem Durchschnitt lagen. Minister Jurk begrüßte, dass die Bundeskartellbehörde noch in diesem Jahr einzelne Verträge verbieten will, mit denen länderübergreifend tätige Ferngasunternehmen Stadtwerke langfristig an sich binden und damit den Markt abschotten.