Landesumweltamt: Die ersten Lachse sind zurück – früher als je zuvor

Früher als in allen Jahren zuvor sind Sachsens Lachse zum Laichen in den Freistaat zurückgekehrt. Bei Probebefischungen im Lachsbach haben Fachleute des Sächsischen Landesamts für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) bereits am Montag schon fünf Laichfische gefangen.

Die drei männlichen und zwei weiblichen Fische waren zwischen 63 und 81 Zentimeter lang und wogen zwischen 1,6 und 3,7 Kilogramm.

Wie das LfULG mitteilte, sei der Aufstieg in diesem Jahr wahrscheinlich von den hohen Wassermengen in der Elbe und in den Laichflüssen aber auch von den niedrigen Wassertemperaturen im September/Oktober begünstigt worden. Den Probebefischungen würde darüber hinaus zugute kommen, dass der durch das Augusthochwasser beschädigte Fischpass am Wehr in Rathmannsdorf zurzeit für Fische unpassierbar ist. Für die Fachleute des LfULG bedeute das jedoch, jeden Lachs zu fangen und über das Wehr zu transportieren – wie in den Anfangsjahren des Lachsprogramms.

Wegen der günstigen Abflussverhältnisse erwartet das LfULG in diesem Jahr ein überdurchschnittliches Lachsjahr. Seit 1995 werden vom Freistaat Sachsen und den sächsischen Anglerverbänden Lachs – Brütlinge in eine Reihe von Nebenflüssen der Elbe besetzt, um den 1947 in Sachsen ausgestorbenen Atlantischen Lachs wieder einzubürgern.

1998 kamen die ersten Laichfische des „Königs der Fische“ in den Freistaat zurück. Inzwischen sind insgesamt mehr als tausend laichreife Lachse aus dem Nordatlantik in ihre sächsischen Brutgebiete zurückgekehrt. Niemals zuvor seien Lachse jedoch vor dem 19. Oktober in einem Laichfluss gefangen worden. Das ist ein neuer Rekord.