Landgericht wird zur Hochsicherheitszone

  Ab nächsten Montag findet hier der Prozess gegen Alex W. wegen der tödlichen Messerattacke gegen die Ägypterin Marwa el Sherbini statt.

  Die Vorbereitung der Sicherheitsmaßnahmen laufen auf Hochtouren. Das Gericht wird im Verhandlungssaal hinter einer Glasscheibe sitzen, rund um das Gebäude werden halbhohe Gitter aufgestellt, die von Beamten abgesichert werden.

Besucher und Pressevertreter betreten das Gericht durch zwei Sicherheitsschleusen, jeder wird durchsucht.

Interview Thomas Geithner, Polizeisprecher
 
200 Polizeibeamte sind ständig im Einsatz. Eine Islamwissenschaftlerin des Landeskriminalamts unterstützt die Beamten. Auch Hunde- und Reiterstaffel sind angefordert. Während des Prozesses gilt rund um das Gebäude absolutes Halteverbot. Für die Anwohner will die Staatsanwaltschaft Ausweichparkplätze bereitstellen. Auch für die Mitarbeiter des Gerichts gelten hohe Sicherheitsvorkehrungen.

Interview Christian Avenarius, Staatsanwaltschaft Dresden

Die Aufmerksamkeit für den Prozess wird enorm sein, schätzen die Verantwortlichen. Über 40 Pressevertreter werden zum Prozess zugelassen, darunter ägyptische und russische Journalisten. Etwa 40 bis 50 Zuschauerplätze sind vorgesehen.

Vier Monate nach der tödlichen Messerattacke kommt Alex W. am Ort der Tat vor Gericht. Er muss sich wegen Mordes und versuchten Mordes am Ehemann der Getöteten verantworten. Der Sohn der beiden hatte die Tat im Gerichtssaal mit ansehen müssen. 11 Verhandlungstage bis zum 11. November sind zunächst angesetzt. Laut Staatsanwaltschaft muss Alex W. mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe rechnen.

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!