Landtagswahl in Chemnitz

Der neue Sächsische Landtag ist gewählt.

Relativ unspektakulär verlief der Wahlkampf und auch der Ausgang der 5. Sächsischen Landtagswahlen bestätigt eigentlich nur die Umfrageergebnisse der letzten Wochen. Was die Chemnitzer wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger zu den amtlichen Endergebnissen beigetragen haben und ob sie damit im gesamt sächsischen Trend liegen, erfahren sie jetzt in einer kurzen Zusammenfassung.

Zum vorletzten Mal in diesem Jahr hieß es für mehr als 205.000 wahlberechtigte Chemnitzer und Chemnitzerinnen `abstimmen für die Zukunft unseres Landes‘. Im Superwahljahr 2009 standen gestern die Wahlen für den neuen Sächsischen Landtag auf dem Programm. In der Bürgerhalle des Moritzhofes, in der sich auch das Kreiswahlbüro befand, wurden ab 18 Uhr die aktuellen Hochrechnungen bekannt gegeben. Und wie nicht anders zu erwarten war, zeichnete sich schnell auch in Chemnitz der allgemeine sächsische Trend ab.

Demnach bekam die CDU auch in Chemnitz, trotz leichter Einbußen, mit 35,36 Prozentpunkten die meisten Stimmen, gefolgt von den Linken mit 25,5%, die ebenfalls einige Wähler im Vergleich zu 2004 verloren haben. Die Sozialdemokraten können zwar leicht zulegen, bleiben aber in Chemnitz mit nur 12,2% unter ihren Erwartungen. Stark vor Ort und einzig wirklicher Gewinner ist auch hier die FDP. Sie konnte mit 9,7% der Wählerstimmen kräftig zulegen. Die Grünen kamen auf insgesamt solide 6,8% und weit unter der 5% Marke, mit 3,6 %, verliert die NPD in Chemnitz deutlich an Wählerstimmen.

Bei den Direktmandaten schafften über die Erststimme Peter Patt, Andreas Hähnel und Ines Saborowski-Richter, alle CDU, den Sprung in den neuen Sächsischen Landtag. Karl-Friedrich Zais von der Linken Fraktion wiederholte seinen Wahlsieg von 2004 und zieht ebenfalls für Chemnitz in den neuen Landtag nach Dresden. Die Stadt Chemnitz folgt mit diesen Wahlergebnissen offensichtlich dem allgemeinen sächsischen Trend.

Interview: Berthold Brehm – Kreiswahlleiter der Stadt Chemnitz

Dass zur 5. Wahl des Sächsischen Landtages nicht die großen Veränderungen zu erwarten waren, erklärt vielleicht auch ein Stück weit die sehr niedrige Wahlbeteiligung im Freistaat. Auch in Chemnitz fand nur etwa jeder 2. Wahlberechtigte den Weg zur Wahlurne. In Zahlen heißt dass, noch einmal knapp 8 Prozentpunkte unter dem ohnehin schon niedrigen Wert von 2004. Wer die Chance der Demokratie aus welchen Gründen auch immer verpasste, hat in 4 Wochen ein letztes Mal die Chance, sein Kreuz an der, für ihn, richtigen Stelle zu setzen. Dann steht mit der Wahl des neuen Bundestages der Höhepunkt des Superwahljahres 2009 auf dem Programm.

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