Landtagswahlen 2009 in Dresden

In ganz Sachsen zeigte sich der gleiche Trend wie in Chemnitz, nur etwa jeder Zweite ging an die Wahlurne und gab seine Stimme ab.

Eine echte Überraschung blieb dadurch bei Wahlergebnis aus. Der Christdemokrat Stanislaw Tillich bleibt Ministerpräsident, nur wer künftig an seiner Seite mitregiert, das wird sich erst in den kommenden Tagen entscheiden.

Ernüchterung und Freude, Beides gab es am Sonntagabend im Landtag in Dresden. Das Medieninteresse war am Sonntagabend im Landtag in Dresden ungebrochen. Auch Dresden, Leipzig und SACHSEN FERNSEHEN Chemnitz berichteten aus einem eigenen Wahlstudio. Mit Spannung wurden die erste Prognose und auch die erste Hochrechnung erwartet. Doch beides brachte nicht wirklich etwas Unerwartetes.

Die CDU bleibt stärkste Fraktion, muss sich für die absolute Mehrheit aber auch weiterhin einen Koalitionspartner suchen. Bisher war es die SPD, nun könnte es die FDP werden. 

Interview:  Patzelt

Doch wer mit wem und wie, das soll erst in dieser Woche nach Sondierungsgesprächen geklärt werden. Wer als Verlierer oder Gewinner am Ende da stand, da gab es die unterschiedlichsten Meinungen, da sind die Parteien immer schnell mit entsprechenden Aussagen über andere. Doch die Ursachen werden auch in den eigenen Reihen gesucht, gerade bei der SPD, die nach fünf Jahren Regierungsarbeit keine Zuwächse verzeichnen konnte. 

Interview: Panter

Analyse hin oder her, gestern Abend ging es nach Zahlen nur nach unten oder eben nach oben und da war es vor allem die FDP, die punkten konnte und ein zweistelliges Ergebnis einfuhr. 

Interview: Mücke

Angesichts von zwei gleichzeitig stattgefunden anderen Landtagswahlen im Saarland und in Thüringen, werden das nicht alle so sehen, auch wenn es für Sachsen zutreffen könnte. Andere wiederum suchen die Gründe für das schlechte Abschneiden nicht bei sich selbst sondern bei Anderen. 

Interview: Hahn

In der Opposition sitzen auch weiterhin die sächsischen Bündnissgrünen. Für sie gab es einem Zuwachs von etwa einem Prozentpunkt. 

Interview: Gerstenberger

Freude oder vielleicht war es doch auch Aufatmen gab es vor allem bei der sächsischen CDU. Trotz eines leichten Minus von knapp ein Prozent bleibt sie stärkste Partei, die Mehrheit im Landtag gibt es trotzdem nur mit einem Koalitionspartner. 

Interview: Kretschmer

Eines steht fest, das Wahlverhalten der Sachsen hat sich geändert.
Zum einen gehen weniger an die Wahlurne und wer seine Stimme abgibt, tut das offensichtlich sehr bewusst. 

Interview: Biedenkopf

Nun steht trotzdem die Frage im Raum, mit wem die CDU künftig regiert. Eine Entscheidung dazu könnte es aber schon in den nächsten Tagen geben.

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