Landwirtschaftsminister besucht Chemnitzer Aquaponik-Projekt

Am Donnerstag hat der sächsische Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt das Aquaponik-Projekt im Stadtteil Sonnenberg besucht.

Vor Ort verschafte sich der Minister einen Überblick über den Fortschritt des visionären Projektes.

Das verfallene Haus an der Peterstraße/Ecke Uhlandstraße soll zu einem Wohn- und Geschäftshaus saniert werden, dessen Herzstück eine sich über mehrere Stockwerke erstreckende Aquaponik-Anlage sein soll.

Unter Aquaponik versteht man einen in sich geschlossenen Kreislauf, bestehend aus einer Fischzucht- und einer Gemüsezuchtanlage.

Ziel der Akteure ist es, Fördergelder für ihr ehrgeiziges Projekt zu erhalten – auch vom Freistaat.

Interview: Angelika Scheuerl, Diplomsozialpädagogin

Geldmittel aus dem Fördertopf „Stadtumbau Ost“ konnten bereits eingesammelt werden.

Um jedoch die komplette Finanzierung stemmen zu können, fehlt den Visionären allerdings noch ein Großteil des 15-prozentigen Eigenanteils an den Gesamtkosten.

Dennoch wurde bereits im Mai die erste Versuchsanlage im Nebengebäude des Karrées 49 eröffnet.

Hier düngen die Fische mit ihren Exkrementen das Gemüse im neu errichteten Gewächshaus.

Die Gesprächsrunde mit dem Minister wurde auch dazu genutzt, die Vorteile einer Aquaponik-Anlage zu erläutern.

Diese spiegelt sich vor allem im niedrigen Wasserverbrauch wieder.

Interview: Angelika Scheuerl, Diplomsozialpädagogin

Die Vision von einem gemeinschaftlich genutzten Haus, dass Gemüse und Fisch für einen Bioladen produziert, können aber erst realisiert werden, wenn die nötigen Finanzmittel verhanden sind.

Die Planer der Anlage versuchen allerdings bereits jetzt, junge Leute für Themen wie „Urban Farming“ und Gemeinschaftsgärten zu gewinnen.

Ein Beispiel für ein solches Projekt findet sich in Form eines Nachbarschaftsgartens direkt gegenüber des Karrées 49.

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