Langer Weg – mit zeitnaher Hoffnung?

Chemnitz- Seit vielen Jahren wird fleißig diskutiert. Ein Großstadt wie Chemnitz muss nach vielen Meinungen an das ICE oder IC Netz der Bahn angeschlossen sein. Der Plan der Deutschen Bahn sieht genau das vor.

Jede Stadt mit über 100.000 Einwohnern soll zum IC-Fahrnetz gehören. Die Fragen sind jedoch, wie das umgesetzt werden soll und vor allem wann. Um darüber zu informieren versammelte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig in einer öffentlichen Veranstaltung den sächsichen Verkehrsminister Martin Dulig und den Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn Eckart Fricke mit vielen Interessierten. Genau die Aussage von Fricke, dass das Projekt erst ca. 2030 umgesetzt werden kann, sorgte im Stadtverordnetensaal für Unruhe und Unverständnis. Kann die Umsetzung nicht schneller Vollzogen werden? Auf Seiten der Stadtverwaltung zeigt man sich allerdings optimistisch.

In regem Austausch konnten alle Beteiligten ihre Meinungen und Standpunkte vertreten. Für Ludwig war die hohe Teilnehmerzahl von großer Bedeutung. Ein Thema beschäftigt die Chemnitzer aber am meisten. Die Bahnverbindung zwischen Chemnitz und Leipzig. Viele sprechen bei den derzeit eingesetzten Bahnen von Museumsbahnen. Die Lösung dafür, könnte ebenfalls von der Deutschen Bahn kommen. Zumindest wenn es nach Eckart Fricke geht. Demnach könnte die Deutsche Bahn moderne Wagen zur Verfügung stellen. Wenn sie denn vom derzeitigen Dienstleister gefragt werden würde.

Hoffnung auf eine zeitnahe Fernverbindung können sich die Chemnitzer ebenfalls noch machen. Die sächsische Regierung gab der Bahn den Vorschlag, die Strecke von Warnemünde über den Berliner Flughafen und Dresden teilweise bis Chemnitz zu verlängern. Nun muss geprüft werden, ob die Trassen und die Waggons ausreichen würden, um dieses Vorhaben zu realisieren. Laut Eckart Fricke ist diese Variante aber bei zügiger Umsetzung machbar – und das bereits im nächsten Jahr.