Latein für Fortgeschrittene

Dresden, eine Stadt des Barock. Frauenkirche, Zwinger, Georgentor und Hofkirche. Die kennt jeder und vielleicht auch noch deren Geschichte. Aber was ist mit den zahlreichen lateinischen Inschriften, die uns überall begegnen? Die Philologen der TU-Dresden bieten genau dafür einen Stadtrundgang an. Wir haben mit der Philologin Veroniker Rücker gesprochen.

Die Grabinschriften des Hauses Hohenzollern hat Veronika Rücker bereits entziffert, ausgewertet und in einem Buch verpackt. Jetzt will sie sich den Wettinern u.a. in Dresden widmen. Dafür besucht sie die Gruften in der Hofkirche am Schlossplatz. Prachtvolle Särge des königlichen Geschlechtes sind hier aufgereiht. Außen symbolträchtig und reich verzieht, beherbigen die Särge im Innern die Gebeine des sächsischen Uradels.

Die Grabinschriften oder überhaupt lateinische Inschriften, wie sie heute noch oft an Häusern zu finden sind, sind wertvolle historische Zeugnisse. Leider wurden sie bisher in der Kunsthistorie vernachlässigt. Vernoniker Rücker und ihre Studenten widmen sich ihrer Bedeutung.

Die lateinischen Inschriften fungierten zu damaliger Zeit als biblische Wegweiser. Sie waren überall zu finden. Heute schauen und leben die Menschen anders. Der Blick hat sich in der Moderne verstellt. Für Veronika Rücker kein Grund die alten lateinischen Inschriften zum Leben zu erwecken.

Am 16. Februar gibt es einen Stadtrundgang mit Veronika Rücker. Treffpunkt ist 15 Uhr am Haupteingang des Georgentors.

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