Lausitz-Rallye rundum gelungen

11. ADMV-Lausitz-Rallye endet mit holländischem Sieg – Zehntausende Besucher säumten die Strecken. +++

Mark von Eldik und Robin Buysmans haben die elfte Auflage der ADMV-Lausitz
Rallye für sich entscheiden können. Die holländisch-belgische Kombination siegte mit 38
Sekunden Vorsprung auf einem Mitsubishi Lancer WRC vor dem fünfmaligen polnischen
Meister Leszek Kuzaj (Co-Pilot: Przemyslw Mazur), der einen Skoda Fabia S2000
pilotierte.

Knapp vier Minuten hinter den Siegern konnte sich die Ungarn Eric Korda /
Laszlo Penderik auf einem Subaru Impreza WRC mit elf Sekunden Vorsprung den dritten
Platz vor dem besten deutschen Team, Hermann Gaßner / Karin Thannhäuser (Mitsubishi
Lancer Evo), sichern.

Zehntausende Besucher säumten von Donnerstag bis Sonnabend die Strecken im
Tagebaugebiet rund um Boxberg. Zuschauermagnet war dabei insbesondere die neue
Eventstrecke während der Wertungsprüfungen 4 und 7 nahe Mulkwitz.

Am Sonnabend besuchten schätzungsweise rund 10.000 Besucher das neu geschaffene Areal, auf dem
weltweit fast einmalig drei spektakuläre Komponenten des Rallyesports – Supersprung,
Driftkurve, Wasserdurchfahrt – gleichzeitig erlebt werden konnten.

Regelrecht begeistert zeigten sich die Fahrer von der Wertungsprüfung „Reichwalde“ die mit vielen schnellen Kurven und Sprungkuppen aufwarten konnte. Großes Lob erntete der die Rallye
organisierende Rallye- Renn- & Wassersportclub Lausitz vom Fahrerfeld für das neu
geschaffene, befestigte Fahrerlager und die straffe, minutengenaue Durchführung der
einzelnen Wertungsprüfungen.

Rallye-Cheforganisator Wolfgang Rasper konnte auch
deshalb nach der Zielflagge ein zufriedenes Resümee ziehen: „Wir haben mit der elften
Lausitz-Rallye ein deutliches Lebenszeichen von uns gegeben und sehen jetzt
optimistisch in die Zukunft. Positiv überrascht hat mich am Freitag der
Zuschauerzuspruch, obwohl wir da wieder absolutes ‚Mistwetter’ hatten.

Die ausländischen Topfahrer haben sich am Samstagabend bei der Rallye-Party begeistert
von der Organisation und Streckenführung gezeigt und sich bei unserem Club für dieses
einmalige Erlebnis bedankt.“

Bestätigt wird dies von Christian Doerr, der dem Lokalmatadoren Matthias Kahle als Co-
Pilot assistierte. „Die holländischen Fahrer haben mir gegenüber geäußert, dass sie
nächstes Jahr wieder mitfahren wollen.“

Obwohl die Kombination Kahle / Doerr durch
einen Motorschaden nicht wie geplant mit einem Skoda Octavia WRC um den Sieg
mitfahren konnte, war die Lausitzer Fahrerkombination an beiden Wertungstagen an und
auf der Strecke präsent. Der Görlitzer Matthias Kahle pilotierte als Vorausfahrzeug einen
SAM-Mercedes-Prototypen – das weltweit erste Auto, das nach dem neuen Paris-Dakar-
Rallye-Reglement für 2012 gebaut wurde – und hätte mit dem Off-Road-Fahrzeug damit
bei der Lausitz-Rallye einen sehr guten sechsten Platz belegt.

„Es war fantastisch, die Strecken mit diesem Fahrzeug fahren zu können. Die Lausitz-Rallye lebt aber nicht nur von ihrem einmaligen Schotter-Feeling, sondern auch vom vorbehaltlosen Engagement
ihrer vielen fleißigen freiwilligen Helfer“, erklärte Christian Doerr bei einem Meet & Greet
mit Sponsoren der Rallye.

Von der Faszination Lausitz-Rallye schwärmt auch Alfred Gorny. Das in der Szene nur als
wandelndes Rallye-Lexikon bekannte Unikum, verlieh auch dieses Jahr der Rallye wieder
ihre besondere Note. Als Kommentator für den Lokalsender „Radio WSW“ berichtete er
mit viel Hintergrundwissen für das – deutschlandweit einmalige – rund um die Uhr
laufende Rallye-Radio. „Die Faszination Lausitz-Rallye zeigt sich nicht nur an den
Teilnehmerfeldern. Während die so genannte große ‚Deutsche Rallye-Meisterschaft’ bei
der Saarland-Rallye vielleicht gerade mal 50 Starter aufbringt, kommen derer gleich 116
in die Lausitz. Strecken, Fans und Organisation machen die Rallye mit ihrem Flair
einzigartig.“

Zum Abschluss der drei tollen Tage möchte Rallye-Cheforganisator noch einige Worte des
Dankes los werden. „Ich möchte mich bei allen Beteiligten – Sponsoren, Teams,
Zuschauern, Politiker und freiwilligen Helfern – für die fantastische Unterstützung
bedanken. Ohne diese wäre der Erfolg der Rallye undenkbar.

Zu nennen wären besonders die Unterstützer aus der Politik, zum Beispiel Bürgermeister Roland Trunsch
und die Gemeinderäte von Boxberg, die uns seit Jahren treu zur Seite stehen. Oder auch
Lothar Bienst, der uns als Landtagsabgeordneter mit seinen Kontakten viele, uns bisher
verschlossene Türen öffnen konnte. Aber was wäre die Rallye ohne die Menschen, die vor
Ort dafür sorgen, dass ein Rädchen perfekt ins andere greift. Deshalb an dieser Stelle ein
Dank an alle 600 freiwilligen Helfer aus ganz Deutschland, die Ärzte und Feuerwehren,
die die Strecken absicherten; die Vereinsmitglieder, die Grundstücksbesitzer und
Jagdpächter, ohne die wir gar keine Strecken hätten; und zu guter Letzt natürlich alle
bisher ungenannten Unterstützer im Hintergrund!“

Und da bekanntlich nach der Lausitz-Rallye auch vor der Lausitz-Rallye ist, wird ab sofort
die zwölfte Auflage geplant – damit es in knapp einem Jahr wieder rund um Boxberg
heißt: Drei.Zwei.Eins Schotter!“

Quelle: RRWC Lausitz e.V.
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