Lauterbach will keinen Lockdown vor Weihnachten

Sachsen- In den Niederlanden ist ein Lockdown bis Mitte Januar beschlossen worden. Für Deutschland solle es vor Weihnachten keinen Lockdown geben, so Lauterbacht im Bericht aus Berlin. Am Dienstag beraten Bund und Länder über das weitere Vorgehen gegen Omikron.

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Seit Sonntag gibt es einen Lockdown in den Niederlanden. Bis mindestens Mitte Januar 2022 bleiben dort alle Geschäfte, Freizeiteinrichtungen, Gaststätten, Sport- und Freizeitstätten, Schulen und Friseurgeschäfte geschlossen. Läden des täglichen Bedarfs dürfen weiterhin geöffnet bleiben. Dazu zählen zum Beispiel Supermärkte. 

Gesundheitsminister Karl Lauterbach schließt einen Lockdown vor Weihnachten, so wie er in den Niederlanden beschlossen worden ist, für Deutschland aus. Dennoch müsse das Tempo der Booster-Impfungen erhöht werden. Da eine kritische Anzahl an Omikron-Infizierungen erreicht ist, lasse sich eine fünfte Welle nicht mehr vollständig aufhalten.

Mit Booster-Impfungen könnten jedoch diejenigen geschützt werden, die im Besonderen gefährdet wären. So Karl Lauterbach im Bericht aus Berlin. Außerdem hoffe er, dass es aufgrund der Omikron-Variante nicht zu Ausfällen in der kritischen Infrastruktur kommen werde. Er tue alles, um dies zu verhindern. Dennoch müsse man vorbereitet sein und genau daran arbeite er u.a. mit dem Leiter des Krisenstabs.

Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung komme nach einer ersten Stellungnahme zu dem Schluss, dass Impfungen alleine nicht genügen, um gegen die Omikron-Variante vorzugehen. Kurzfristig könnte eine Verschärfung der Corona-Regeln nötig sein, um die schnelle Ausbreitung einzudämmen, wie beispielsweise Kontaktbeschränkungen. Weiterhin solle die Impfkampagne intensiviert werden.

Am kommenden Dienstag beraten Bund und Länder über das weitere Vorgehen gegen die Omikron-Variante des Coronavirus. Bundeskanzler Olaf Scholz kündigte ein weiteres Treffen der Ministerpräsidenten an.