Leben in Schönburger Landen

Glauchau. Der Hof des Schlosses Forderglauchau wurde für einen Tag ins 18. Jahrhundert zurück versetzt, denn die Schlosskompanie feierte ihren 250. Geburtstag.

Glauchau (UW). Vor 250 Jahren wurde die Glauchauer Schloßcompagnie gegründet. Wie es zu jener Zeit zu ging, wurde mit dem historischen Spektakel „Leben in Schönburger Landen“ gezeigt. Der Hof des Schlosses Forderglauchau wurde in das 18. Jahrhundert zurück versetzt.

Die Schloßkompanie, weitere historische Vereine, Darsteller und Künstlergruppen sowie Handwerker und Händler sorgten für Kurzweil. Unter den Gästen war auch eine Dame inkognito. Mit ihrem Hofgeflüster heizte sie die Streitereien zwischen den Wettinern und den Schönburgern mächtig an und sorgte für viel Wirbel. „Das ist damals vermutlich nicht anders gewesen als heute“, schätzte Kurt Bachmann aus Glauchau ein. „Da wurde auch schon gestänkert.“ „Die Kostüme sind prächtig“, meinte Margarete Strobel aus Meerane. „Da wurde viel Zeit investiert. Die Fertigung war bestimmt immens aufwendig“.

Weiterhin erfolgte die Übergabe der neuen Kompaniefahne. Diese wurde vom Vorstandsmitglied und Regimentsschreiber Joachim Böttcher gefertigt. Er hat die Fahne handgemalt, was mit viel Zeit und Aufwand verbunden ist. Innerhalb der „Tänze der höfischen Gesellschaft“ erfolgte die Erstaufführung des „Menuett Royal“, ein Musikstück, dass in den Archiven entdeckt und wieder zu neuem Leben erweckt wurde. „Das ist schon interessant wie damals gelebt wurde“, meinte Georg Schwabe aus Glauchau. „Man hat in Pomp gelebt, Geld spielte keine Rolle.“ Das empfand auch Sabine Führer aus Niederlungwitz. „Das sieht alles edel und teuer aus“, sagte sie und meinte damit nicht nur die Kostüme, sondern auch die reich gedeckte Kaffeetafel.