lebend Leben retten durch Stammzellspenden

Die Zahl aktiver Spender in Sachsen steigt seit 2011 stetig. Und doch wartet einer von fünf deutschen Patienten vergebens auf eine Stammzellspende. Seit 1991 wurden in Dresden, Chemnitz und Leipzig etwa 650 Stammzellspenden von der DKMS durchgeführt.+++

DRESDEN FERNSEHEN Moderator Jonathan Wosch hat sich zum Thema Stammzelspenden mit Betroffenen getroffen. 

Im Video sehen Sie die Interviews mit Susann Wanitschke, Beatrix & Justus von Hodenberg sowie Annika Schirmacher von der DKMS.

Etwa vier Millionen Menschen leben in Sachsen. Davon sind gerade einmal rund 135.000 als Stammzellspender bei der Deutschen Knochenmarkspenderkartei registriert.

Im Jahr 2005 ist Susann Wanitschke einem Aufruf ihrer Uni gefolgt, sich registrieren zu lassen. Die mittlerweile 32-jährige Dresdnerin wollte helfen.

2013 erfuhr Susann, dass der Patient, dem sie geholfen hat verstorben ist.

Aufgrund ihrer Erfahrungen, würde sie aber immer wieder spenden, meint die junge Mutter entschlossen. Ihrem Beispiel kann grundsätzlich jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren, mit einem Körpergewicht von mindestens 55 Kilogramm folgen.

Ich frage mich, warum der Anteil der Menschen so gering ist, die zu einer Stammzellspende bereit wären. Denn unter fünf deutschen Patienten, die auf eine Stammzellspende warten, verstirbt derzeit im Durchschnitt ein Mensch, weil kein passender Spender gefunden werden kann.

Annika Schirmacher ist zuständig für die Spenderneugewinnung bei der Deutschen Knochenmarkspenderkartei.

Meiner Kollegin Natascha zeigt sie, wie einfach die Registrierung funktioniert: Erst online ein Formular ausfüllen, dann gibt es bereits nach wenigen Tagen Post von der DKMS. Darin zwei Stäbchen, für einen Abstrich im Mund. Mit einigen Angaben zur Person, werden diese im beigelegten Antwortumschlag zurück an die DKMS gesendet und man wird in die Kartei aufgenommen.

Wie viele Jungs in seinem Alter, liebt der 13-Jährige Justus das Longboardfahren. Nach einem holprigen Start ins Leben kann der zurückhaltende Radebeuler durch viel Glück heute sein Hobby am Elberadweg ausleben.

Mit ihm und seiner Mutter habe ich mich vor der Friedenskirche in Radebeul verabredet.

Übersichtlich hat Justus Mama Erinnerungen an diese für die Familie prägenden Zeiten zusammengestellt.

Dem altersgemäß vor der Kamera etwas schüchternen 13-jährigen versuche ich, seine Zukunftspläne zu entlocken.

Nur dank einer Stammzellenspende hat Justus den schwierigen Sprung ins Leben gepackt und kann vorsichtig und doch zuversichtlich Pläne für die Zukunft schmieden.

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