Legal Sprayen mit „Streetart on canvas“

Die Säuberung kostet den Steuerzahler jährlich Unsummen, oft sind sie deplatziert. Doch Graffiti muss nicht zwingend eine strafbare Schmiererei sein.

Das Projekt „streetart on canvas“ bietet Graffitikünstlern seit dem letzten Jahr eine Plattform zum legalen ausüben und präsentieren der eigenen Kreativität. Der Verein „Via Cultura“ lud Donnerstagabend in die Staatsanwaltschaft Leipzig, um Kunstwerke der Künstler bestaunen zu können.

Es ist ein eher ungewöhnliches Schauspiel. Ein Graffitikünstler, der vor der Leipziger Staatsanwaltschaft ein Bild malt. Und damit nicht genug. Erstaunte Zuschauer werden zum Probieren eingeladen, selbst der Leitende Oberstaatsanwalt legt Hand an. „Streetart on canvans“ ist der Name des eher ungewöhnlichen Projektes. Werke von 25 Graffitikünstlern schmücken derzeit die Wände der Staatsanwaltschaft.

Interview: Hans Strobl – Leitender Staatsanwalt

Mit Szenetypischer Musik wurde die Ausstellung eröffnet. Das eher untypische Publikum dieses Musikstils lauschte den Klängen des Beatboxers und war begeistert. Eine passende Art, eine sonst eher fremde Welt zu präsentieren und ein gewisses Flair zu verbreiten.

Interview: Uwe Arnold – freischaffender Künstler

Statt Ärger und Strafverfolgung wegen Sprayens ist das Projekt ein Gewinn für beide Seiten und eine ideale Schnittstelle für Gespräche.

Interview: Hans Strobl – Leitender Staatsanwalt

Das Werk „Justitia“, ein Auftragswerk der Staatsanwaltschaft wurde im Rahmen eines Wettbewerbes gemalt und wird zukünftig den Eingangsbereich des Hauses Schmücken.

Die Ausstellung kann man noch bis zum 30. September besuchen.