Legida überschätzt Teilnehmerzahl

Leipzig – Nach einmonatiger Pause rief Legida nun zum 13. Mal in diesem Jahr zum Protest auf. Der Zulauf blieb dabei wider Erwartungen der Veranstalter erneut gering.

Etwa 150 Anhänger des rechtspopulistischen Bündnisses versammelten sich am Montagabend vor dem Leipziger Naturkundemuseum. Angekündigt waren laut Ordnungsamt allerdings 500 Teilnehmer. Auch die Gegendemonstrationen hatten letztendlich weniger Anhänger als zuvor angemeldet. Dabei stellten sich bei zwei Veranstaltungen rund 250 Bürger der rechtspopulistischen Organisation gegenüber.

„Im Sinne des Weihnachtsfriedens“ und des parallel stattfindenden Weihnachtsmarkts sollte es bei stationären Kundgebungen bleiben. Anders als bei vergangenen Protestveranstaltungen kam es daher kaum zu Verkehrseinschränkungen auf dem Innenstadtring.

Laut Leipziger Polizei fanden die Demonstrationen ohne größere Vorkommnisse statt. Während des Protestgeschehens wurden insgesamt zwei Verstöße gegen das Versammlungsgesetz vernommen. Dabei war auch Polizeichef Bernd Merbitz vor Ort, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Zum Ende der Verkündung deuteten die rechtspopulistischen Organisatoren auf das Feiern des zweijährigen Legida-Bestehens am 9. Januar 2017 hin.