Lehrerausbildung der TU Dresden soll stärker vom Exzellenzstatus profitieren

Neue Formen der Zusammenarbeit zwischen lehrerbildenden Akteuren innerhalb und außerhalb der Hochschule will die TU Dresden entwickeln und einführen. Die ausbildenden Akteure sollen zukünftig ihr Handeln besser aufeinander abstimmen.+++

Ministerin Stange: „Es ist wichtig, im Lehramtsstudium auch neue und kreative Wege zu gehen“

Die Lehrerausbildung der TU Dresden soll vom Exzellenzstatus der Hochschule stärker profitieren. Verschiedene Akteure aus der Hochschule aber auch aus der Region werden mit einbezogen, um die Ausbildung im Lehramtsstudium realitätsfester zu machen. Das sind die Inhalte eines Projekts mit dem Titel „Synergetische Lehrerbildung im exzellenten Rahmen“, das von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ zur Förderung vorgeschlagen wird. Die TU Dresden ist damit in der zweiten Auswahlrunde dieser Initiative die einzige sächsische Hochschule, von der ein Vorhaben zur Förderung ausgewählt wurde. Das Projekt wird mit rund fünf Millionen Euro gefördert.

Projekte der Universität Leipzig und der TU Chemnitz wurden erneut nicht bedacht, nachdem in der ersten Auswahlrunde im Frühjahr die eingereichten Vorhaben aller sächsischen Hochschulen leer ausgegangen waren. In den beiden Ausschreibungen für den ersten Förderzeitraum von 2015 bis 2018/2019 hatten sich 59 lehramtsausbildende Hochschulen aus allen Bundesländern erfolgreich behauptet. Insgesamt hatten sich 85 Hochschulen um eine Förderung beworben.

„Ich gratuliere der TU Dresden, dass sie mit diesem Vorhaben in den Genuss der Bundesförderung kommt. Das sollte Ansporn für alle sächsischen Hochschulen sein, die Qualität der Lehrerbildung weiter zu verbessern und dabei auch neue und kreative Wege zu gehen. Die Qualität der Lehrerausbildung entscheidet über die Qualität des Unterrichts und damit über die Qualität der Bildung aller Kinder“, erklärt Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange. Sie ergänzt: „Auch wenn die ambitionierten Vorhaben der Universität Leipzig und der TU Chemnitz diesmal nicht zur Förderung ausgewählt wurden, würde ich mir wünschen, wenn die beiden Hochschulen ihre guten Ansätze zur qualitativen Verbesserung der Lehrerbildung weiter verfolgen.“ Die Ministerin lobt das Dresdner Projekt: „Eine stärkere regionale Vernetzung der universitären Lehrerbildung mit außeruniversitären Partnern trägt unter anderem dazu bei, die Lehrkräfteversorgung abseits der Großstädte zu sichern. Ich begrüße es sehr, dass auch außerschulische Lernorte wie Museen und Unternehmen in den Blick genommen werden. Sehr hilfreich für alle an der Lehrerbildung Beteiligten kann es zudem sein, wenn wie in dem Projekt geplant, die Kooperation von Hochschulen durch eine gemeinsame digitale Infrastruktur vereinfacht wird.“

Mit dem Projekt „Synergetische Lehrerbildung im exzellenten Rahmen“ will die TU Dresden neue Formen der Zusammenarbeit zwischen lehrerbildenden Akteuren innerhalb und außerhalb der Hochschule entwickeln und einführen. Die Akteure der Lehrerbildung innerhalb der TU sowie in ihrem Umfeld wollen ihr Handeln besser aufeinander abzustimmen, damit nachhaltige Fortschritte in der Ausbildung angehender Lehrkräfte erzielt werden. Insgesamt umfasst das Projekt 16 Teilvorhaben. Akteure sind das Zentrum für Lehrerbildung, Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB) und die Fakultäten Erziehungswissenschaften, Informatik, Umweltwissenschaften, Mathematik und Naturwissenschaften, Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften sowie die Philosophische Fakultät.

Zur Verbesserung der Betreuungsqualität in den Lehramtsstudiengängen werden zudem ein Studienbüro Lehramt und ein Graduiertenforum aufgebaut, das die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in den Bildungswissenschaften und Fachdidaktiken vernetzen soll. Die Qualität des Lehramtsstudiums soll durch eine Stärkung des Forschungs- und Berufsbezugs sowie durch fächerübergreifende Kooperationen erhöht werden. Dabei geht es auch um die Anwendung innovativer Lehr- und Lernmethoden an der Universität.

Quelle: Pressemitteilung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

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