Lehrerausbildung in Chemnitz

Das Land Sachsen will die Zahl der Plätze für die Lehramtsausbildung im Freistaat auf mindestens 1.700 erhöhen.

Dabei hält das Kultusministerium daran fest, dass zukünftig an drei Universitätsstandorten – Chemnitz, Dresden und Leipzig – die künftigen Lehrer studieren sollen.

Roland Wöller (CDU) Kultusminister Sachsen

Zuletzt hatte es Unruhe in der sächsischen Bildungslandschaft gegeben. Die Universität Leipzig wolle die Lehrerausbildung komplett an sich reißen. Diesen Spekulationen erteilte der Kultusminister eine klare Absage.

An der TU Chemnitz wurde 1999 die Lehramtsausbildung dicht gemacht. Es gibt weder Lehrkräfte, technische Ausstattung oder Räumlichkeiten. Hier muss nun wieder von Null gestartet werden.

Roland Wöller (CDU) Kultusminister Sachsen

Die TU Chemnitz will allerdings nicht nur Lehrer für Grundschulen, sondern auch für Gymnasien und Berufsschulen ausbilden. Denn gerade hier wäre eine Ausbildung in den gefragten mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern ideal.

Die Chancen dafür scheinen allerdings gering zu sein. Beim Kultusministerium spricht man von einer „schrittweisen Entwicklung“.

Roland Wöller (CDU) Kultusminister Sachsen

Laut dem Sächsischen Lehrerverband fehlen derzeit rund 160 Lehrer in Sachsen. Pro Woche fallen rund 4.000 Stunden wegen Lehrermangel aus.

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder zu wenig Bewerber für den Lehrerberuf im Freistaat.