Lehrerstreik auf Augustusplatz

Am Mittwochvormittag haben sachsenweit 75% der Lehrer ihre Arbeit nieder gelegt. In Leipzig nahmen 4000 an der Kundgebung auf dem Augustusplatz teil. +++

Bereits vor dem Beginn der Kundgebung war der Augustplatz in Leipzig voll und die Schulen leer. Um 10:00 Uhr betraten die ersten Redner das Pult. Laut Polizei waren zu diesem Zeitpunkt schon 4000 Teilnehmer auf dem Platz versammelt. Nicht nur betroffene Lehrer waren anwesend, auch Schüler und Studierende, die sich mit ihnen solidarisch zeigen wollten. Die Forderungen der Pädagogen sind klar: 5,5% mehr Lohn, keine Kürzung der betrieblichen Altervorsorge.

Bei den bisherigen Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) ist keine Einigung in Sicht. Im Gegenteil, diese will nur einlenken, wenn die Gewerkschaften einer Kürzung der betrieblichen Altersvorsorge um 20% zustimmen.
Für die Bildungsgewerkschaft (GEW) und den Sächsischen Lehrerverband (SLV) kommt das nach wie vor nicht in Frage.
Auch vor dem sächsischen Landtag in Dresden wurden den Politikern die Leviten gelesen. Die Sprecherin für Bildungs- und Gleichstellungspolitik Iris Raether-Lordieck kann den Standpunkt der Lehrergewerkschaft nachvollziehen, sieht aber den Zeitpunkt der Kundgebungen als kritisch.

Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 16. und 17. März geplant. Für die Teilnehmer der Kundgebung steht aber bereits fest: Sollte es zu keiner Einigung kommen, könnten die Schulen in Leipzig wohl öfter leer bleiben.