Zweite Frauenleiche – Mutmaßlicher Stückelmörder in Leipzig festgenommen

Leipzig – Der Fall der zerstückelten Frauenleiche aus dem Leipziger Elsterflutbecken scheint vor der Aufklärung zu stehen. Am Montag wurde der mutmaßliche Mörder festgenommen. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft Leipzig sitzt der 38-Jährige in Untersuchungshaft, nachdem Spuren in einem weiteren Tötungsdelikt die Fahnder direkt zum Beschuldigten führten.

Die Polizei ermittelte dabei in einem Vermisstenfall im Zusammenhang mit dem Verschwinden einer 40-jährigen Frau Ende November vergangenen Jahres in Leipzig. Der Mann hat im Rahmen einer Wohnungsdurchsuchung und seiner Vernehmung am Montag gestanden, die Frau ermordet zu haben. Dabei hat er auch Angaben zum Ablageort der sterblichen Überreste des Opfers gemacht. Medienberichte, nach denen sich der Beschuldigte der Polizei gestellt hat, treffen nicht zu.

Bei der Suchaktion fanden die Beamten in einem verfallenen Gebäude im Ortsteil Lindenau, nur wenige hundert Meter von der Wohnung des Beschuldigten entfernt, wenig später eine verweste Leiche von Anja B., wodurch die Angaben des mutmaßlichen Doppelmörders bestätigt wurden. Die Staatsanwaltschaft hat die Obduktion angeordnet, um weitere Erkenntnisse zu den Todesumständen zu bekommen.

Während der Vernehmung hat der Beschuldigte ebenfalls gestanden, die Portugiesin Maria D. getötet zu haben. Im April des vergangenen Jahres haben Polizisten Leichenteile der 43-Jährigen im Bereich der Landauer Brücke am Elsterflutbecken in Leipzig gefunden.

Hintergründe und Tatumstände sind bisher noch unklar.