Leichenzerstückeler Detlev G. bleibt vorerst in Haft

Nachdem im November 2013 auf einem Grundstück bei Frauenstein der Leichnam eines 59-jährigen Mannes gefunden wurde, beantragte die Staatsanwaltschaft den bestehenden Haftbefehl aufzuheben und einen neuen zu erlassen.+++

Die Staatsanwaltschaft hatte beantragt, den bestehenden Haftbefehl aufzuheben und einen neuen zu erlassen. Die Aufhebung des bestehenden Haftbefehls war erforderlich, weil sich der dort beschriebene Hergang mit dem Ergebnis der Ermittlungen nicht in Einklang bringen lässt. Auch die Staatsanwaltschaft geht inzwischen davon aus, dass der von ihr bis dahin ermittelte Hergang nicht mit dem wahren Sachverhalt übereinstimmte. Insbesondere hat Detlev G. den Verstorbenen nicht durch einen Kehlschnitt mit einem Messer ermordet.  

Die Staatsanwaltschaft geht – wie die Verteidigung – von einem Tod durch Strangulation aus. Das steht jetzt auch im Haftbefehl. Allerdings behauptet die Staatsanwaltschaft, die Füße des Verstorbenen hätten nicht den Boden berührt, als das Video einsetzte. Dem ist das Amtsgericht Pirna indes nicht gefolgt. Detlev G. könne auch nicht beweisen, dass das Seil – wie von ihm behauptet – gar nicht in eine höhere Position hätte gezogen werden können.

Die Staatsanwaltschaft hat dazu angekündigt, den Ort des Geschehens nochmals zu vermessen, um diese Frage abschließend zu klären.

Es ist noch offen, ob und welches Rechtsmittel wir gegen den Haftbefehl einlegen.

Quelle: Kucklick Wilhelm Börger Wolf & Söllner Rechtsanwälte