Leichenzerstückler vor Chemnitzer Gericht

Am Landgericht Chemnitz hat am Donnerstag der Prozess gegen den mutmaßlichen so genannten Leichenzerstückler von Annaberg-Buchholz begonnen.

Der 52-jährige Angeklagte muss sich wegen Mordes vor Gericht verantworten. Ihm droht eine lebenslange Freiheitsstrafe. 

Die vorausgegangene schreckliche Tat ereignete sich im Juli vergangenen Jahres. Der Mann soll seinen Wohnungsnachbarn heimtückisch getötet haben. Er schlug seinem Opfer auf den Kopf, fesselte ihn an einen Stuhl und erstickte ihn schließlich. Danach soll der 52-Jährige die Leiche zerstückelt haben, die Gliedmaßen in Plastikbeutel verpackt und in der Nähe einer stillgelegten Eisenbahnstrecke an der B 95 versteckt haben.

Spaziergänger hatten die Säcke gefunden. Die Kripo kam dem Tatverdächtigen durch Fingerabdrücke und Zeugenhinweise auf die Spur. Die Tat in Annaberg im vergangenen Jahr hat der 52-Jährige bereits gestanden. Motiv war offenbar ein länger währender Streit. Der Angeklagte fühlte sich durch den andauernden Lärm seines Nachbarn belästigt. Er habe bereits 2003 den Entschluss zur Tötung gefasst und bereut, dass er sein Opfer erst jetzt umgebracht habe.

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