Leichter Rückgang der Insolvenzen in Sachsen 2010

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ging in Sachsen um 14 Prozent auf 1.275 zurück. Dagegen stieg die Zahl der Insolvenzverfahren von privaten Personen und Nachlässen um 2 Prozent auf 5.160. +++

Die Anzahl der Insolvenzverfahren sank in den ersten drei Quartalen 2010 in Sachsen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp 2 Prozent. Von den insgesamt 6 435 Insolvenzverfahren betrafen 1 275 Verfahren Unternehmen und 5 160 Verfahren private Personen und Nachlässe.

Im Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2010 stiegen in Sachsen die von den Gläubigern angemeldeten Forderungen um fast 21 Prozent auf 1,3 Milliarden €. Obwohl die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sank, stiegen die Forderungen um 44 Prozent. Die Forderungen der Gläubiger an private Personen und Nachlässe gingen um fast 6 Prozent zurück.

Die durchschnittlichen Forderungen je Verfahren an Unternehmen betrugen 625 000 € und je Verfahren an private Personen und Nachlässe rund 91 000 €. Eröffnet wurden 88 Prozent der Insolvenzverfahren (5 667 Verfahren). Bei den privaten Personen und Nachlässen wurden 90 Prozent der Verfahren eröffnet.

Rund 57 Prozent der von Insolvenz betroffenen Unternehmen waren Einzelunternehmen, weitere 34 Prozent Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH).

Jedes fünfte insolvente Unternehmen war dem Baugewerbe zuzuordnen, knapp 16 Prozent dem Wirtschaftsbereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen.

Der Anteil der Unternehmen mit weniger als acht Jahren wirtschaftlicher Tätigkeit betrug 57 Prozent, davon waren 49 Prozent der Unternehmen bis drei Jahre alt.

Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

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