Leichtes Plus im Weihnachtsgeschäft

Dresden (dapd-lsc). Das Weihnachtsgeschäft im sächsischen Einzelhandel ist etwas besser gelaufen als im Vorjahr.

Erwartet werde ein Umsatzplus von 1,5 Prozent auf rund 3,9 Milliarden Euro, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Sachsen, Eberhard Lucas, der Nachrichtenagentur dapd in Dresden. Die Befürchtung, die Eurokrise könnte sich negativ auf die Konsumlaune auswirken, habe sich nicht bestätigt. „Vielleicht trägt sie sogar eher dazu bei, dass die Verbraucher jetzt mehr kaufen, weil sie nicht wissen, was kommt“, vermutete Lucas.

Wenn man auf die einzelnen Regionen blicke, müsse man eine gemischte Bilanz ziehen. „In den Einkaufsmeilen der großen Städte lief das Geschäft sehr gut, in den kleineren Städten und auf dem Land weniger“, sagte Lucas. Als Weihnachtsgeschäft werden im Einzelhandel die Einnahmen aus den Monaten November und Dezember gezählt.

Die „typischen Weihnachtsbranchen“, die 20 bis 25 Prozent ihres Jahresumsatzes in diesen Monaten machten, seien auch in diesem Jahr Spielwaren-, Uhren- und Schmuckhändler sowie Parfümerien, erklärte Lucas. Besonders gut hätten sich bislang Elektronik wie Tablet-PCs, 3D-Fernseher und Smartphones sowie Spielwaren wie Sammelfiguren und Gesellschaftsspiele verkauft. Wintermode laufe inzwischen auch gut, nachdem in den ersten beiden Adventswochen das Wetter dafür noch zu wenig winterlich gewesen sei. „Da hätten wir uns eher leichten Schneefall gewünscht“, sagte Lucas.

Generell sei das Weihnachtsgeschäft eher langsam angelaufen und habe sich dann gesteigert, auch durch die beiden verkaufsoffenen Sonntage. Ein gutes Geschäft erwarte er noch von Last-Minute-Käufen und den Tagen nach Weihnachten, sagte Lucas. „Wenn Gutscheine eingelöst werden, ergibt sich oft noch ein Zusatzgeschäft.“

dapd