„Leipzig 1968“ – berührende Lesung in Sächsischer Vertretung Berlin

Die ehemalige Leipziger Universitätskirche, auch bekannt als Paulinerkirche, stand gestern Abend im Mittelpunkt einer Veranstaltung in der Vertretung Sachsens in Berlin. Stefan Welzk las aus seinem Buch „Leipzig 1968 – unser Protest gegen die Sprengung der Leipziger Universitätskirche und seine Folgen“ und verschaffte dem aufmerksamen Publikum Einblicke in seine damalige Gefühlswelt während des Protests. Wir waren in Berlin mit dabei. +++

Im Jahr 1968 entrollte sich in der Leipziger Kongreßhalle vor Ministern des DDR-Regimes und Westmedien ein Plakat. Darauf zusehen: Die Umrisse der gesprengten Paulinerkirche und die Worte „Wir fordern Wiederaufbau“. Diese spektakuläre Protestaktion nimmt der Autor auf und beschreibt in seinem Werk, was ihn und seine Mitstreiter zu der Aktion verleitete.

Erst 20 Jahre nach der Wende fand Welzk die Zeit und die Kraft das Erlebte niederzuschreiben. Am Dienstagabend nun stellte der 69-Jährige sein Buch in Berlin vor. 280 Gäste lauschten in der sächsischen Vertretung den Worten des Autors und waren zutiefst berührt.

Interview: Dr. Johannes Beermann – Chef der Sächsischen Staatskanzlei

Der Autor selbst floh nach der Plakataktion mit einem Faltboot über das Schwarze Meer in den Westen. Während des Schreibens spürte Welzk die Angst und Dramatik von damals noch einmal ganz besonders.

Interview: Stefan Welzk – Autor

Stefan Welzk arbeitet heute als Sachbuchautor und Journalist. Sein neues Buch „Leipzig 1968“ erschien in der Schriftreihe des Sächsischen Landesbeauftragten für Stasi-Unterlagen.

+++ Die gesamte Lesung aus der Sächsischen Vertretung in Berlin sehen Sie am Samstag, 18 Uhr, bei uns im Programm. +++