Leipzig-Altlindenau: Wutausbruch endet mit Notoperation

Ein 32-jähriger Mann hat Mittwochmittag in Leipzig eine 67-Jährige so heftig gestoßen, dass sie das Gleichgewicht verlor und auf den Gehweg stürzte.

Dabei erlitt die Dame einen Unterarmbruch.

Der 32-Jährige war der Meinung, sie hätte einen behinderten Mann auf der Straße gedemütigt.
Zumindest versuchte er so, sein boshaftes Handeln zu rechtfertigen. Er hatte die Frau angeschrien und beleidigt: „Wie sie es mit sich selbst vereinbaren kann, jemanden der in dieser Form beeinträchtigt ist, zu diskreditieren?“ Er meinte damit den Rollstuhlfahrer, der der Frau vorausfuhr.
Sie soll zynisch geschaut haben.

Die Dame und der Rollstuhlfahrer waren allerdings verheiratet und kehrten von einem gemeinsamen Einkauf zurück. Feige machte sich der 32-Jährige dann aus den Staub und ließ die schwer verletzte Frau zurück.
 
Doch couragierte Passanten griffen sofort ein. Zwei Zeugen (m: 36, 42), die das Geschehen beobachtet hatten, folgten dem Rowdy und konnten ihn ca. 500 Meter vom Ort des Übergriffes stellen und anschließend der Polizei übergeben.
 
Währenddessen kümmerten sich weitere Zeugen um die verletzte Frau und ihren Ehemann. Die 67-Jährige noch vor Ort narkotisiert und mit Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, wo umgehend die Notoperation folgte. Gegen den 32-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.