Leipzig braucht mehr Schulen und Kitas – und mehr Fachkräfte

Leipzig – Vergangene Woche hat Oberbürgermeister Burkhard Jung die Investitions-Offensive der Stadtverwaltung angekündigt. Das meiste Geld soll in den Ausbau von Kita- und Schulplätzen gehen. Und das wird dringend benötigt.

 

 

Rund 700.000 Einwohner im Jahr 2030. So sieht die Zukunftsprognose für Leipzig aus. Eine enorme Herausforderung für die Stadt. Vor allem im Bereich der Bildung soll und muss investiert werden. 130 Millionen Euro fließen in den Neu- und Erweiterungsbau von Schulen und Kindertagesstätten. Mehr als 30 neue Schulen werden gebaut. Auch bei den Kitaplätzen kann trotz stetiger Bauaktivitäten der Bedarf noch nicht gedeckt werden. Zu den Maßnahmen gehört auch, leer stehende Gebäude zu reaktivieren und bestehende Einrichtungen zu erweitern, kurzum jede Möglichkeit zu nutzen.
Geburtenboom, Zuzüge, bis 2030 könnten die Schülerzahlen um rund 50 Prozent steigen. Schon jetzt sind Klassen proppevoll. Besonders hoch ist der Bedarf an Grund- aber auch Oberschulen. Doch allein mit dem Bau ist das Problem noch nicht gelöst. Der Lehrermangel ist in aller Munde. Ganz ähnlich sieht es in den Kitas aus, die unter dem schlechten Betreuungsschlüssel leiden. Hier sollte sich die Stadt laut Kita-Initiative auch auf Landesebene für ihre Einrichtungen stark machen. So positiv die Entwicklung von Leipzig also ist, sie bleibt auch zukünftig ein Kraftakt für alle Beteiligten.