Leipzig: Corona lässt Schuldenberg der Stadt wachsen

Leipzig - Die Schulden der Stadt Leipzig sollen laut aktueller Haushaltsplanung bis Ende 2022 auf 1,2 Milliarden Euro ansteigen. Grund ist die Corona-Pandemie, die die Gewerbesteuer-Einnahmen haben einbrechen lassen. Das zwingt die Stadt dazu, neue Kredite aufzunehmen. Das Geld soll jedoch gezielt eingesetzt werden. 

Die Stadt Leipzig muss in den kommenden beiden Jahren auf deutliche Steuereinnahmen verzichten. Grund seien die wirtschaftlichen Auswirkungen durch die Corona-Krise. Das geht aus dem Entwurf für den Doppelhaushalt 2021/2022 hervor.  Die Leipziger sollen von den städtischen Defiziten in Höhe von jeweils knapp 60 Millionen Euro für die nächsten beiden Jahre im besten Fall nichts Negatives zu spüren bekommen.

Obwohl die Einnahmen aus Gewerbesteuern weggebrochen sind, die Stadt Einzahlungsausfällen und Mehrausgaben zu verzeichnen hat, soll es keine Kürzungen in den einzelnen Budgets geben. Stattdessen möchte die Stadt in den nächsten beiden Jahren kräftig investieren. Die Summe, etwa 524 Millionen Euro, soll unter anderem in Klima- und Umweltschutz, Digitalisierung und Mobilität fließen. Allerdings auf Kosten neuer Schulden. Das sei aber nötig, sagt Leipzigs Finanzbürgermeister Torsten Bonew.

Der Schuldenberg der Stadt wächst mit den neuen Krediten auf rund 1,2 Milliarden Euro bis Ende 2022. Er ist dann also mehr als doppelt so groß wie der aktuelle Schuldenstand. Die Stadt will diese Summe schrittweise ab 2023 zurückzahlen.

Der Entwurf für den Doppelhaushalt wird ab dem 7. Dezember öffentlich ausgelegt. Er ist dann bis zum 18. Dezember einsehbar und bis zum 30. Dezember können die Bürger Einwände stellen. Die Abstimmung des Stadtrates soll am 31. März nächsten Jahres folgen.